UN-Aktuell

UN-Generalsekretär ernennt die Deutsche Ursula Müller als Beigeordnete Generalsekretärin

Ursula Müller, Beigeordnete Generalsekretärin für humanitäre Angelegenheiten und stellvertretende Nothilfekoordinatorin (OCHA)

Der neue UN-Generalsekretär António Guterres ernennt die Deutsche Ursula Müller als Beigeordnete Generalsekretärin für humanitäre Angelegenheiten und stellvertretende Nothilfekoordinatorin im Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA). Damit ist sie die gegenwärtig ranghöchste deutsche Mitarbeiterin innerhalb des UN-Systems. Müller unterstützt den Leiter von OCHA, den UN-Untergeneralsekretär Stephen O’Brien aus Großbritannien.

OCHA wurde 1991 als Abteilung innerhalb des UN-Sekretariats gegründet. Seine Aufgabe ist es, bei humanitären Krisen eine Koordination innerhalb des UN-Systems und für die Staatengemeinschaft zu übernehmen. Damit soll eine möglichst effektive internationale Hilfe bei humanitären Katastrophen für die betroffenen Menschen vor Ort gewährleistet werden.

Ursula Müller hat über 30 Jahre internationale und nationale Berufserfahrung, u.a. in der Weltbank-Gruppe, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und als Koordinatorin der Bundesregierung für humanitäre Maßnahmen.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Die humanitäre Hilfe vor großen Herausforderungen

    Das schwere Erdbeben, der Tsunami und der Reaktorunfall – diese dreifache Katastrophe, die Mitte März 2011 Japan heimgesucht hat, rief einen komplexen humanitären Notstand hervor. Mindestens 11 000 Personen kamen dabei ums Leben, Tausende von Menschen gelten als vermisst und rund 250 000 Menschen wurden obdachlos. 20 Millionen Menschen waren im August 2010 von der Flutkatastrophe in Pakistan… mehr

  • 70 Jahre Vereinte Nationen: Herausforderung humanitäre Hilfe

    Überall auf der Welt kommt es immer wieder zu Katastrophen, Kriegen oder schweren Unfällen, die das Leben von Millionen Menschen beeinträchtigen. Die oft unermessliche Not der Betroffenen überfordert einzelne Staaten und verlangt nach internationaler Hilfe. Seit ihrer Gründung vor 70 Jahren stellen die Vereinten Nationen diese sogenannte humanitäre Hilfe auf allen Ebenen bereit. mehr

  • Anja Papenfuß

    Die Nahrungsmittelkrise als Chance

    Die seit Herbst letztes Jahres herrschende Finanz- und Wirtschaftskrise hat die nicht minder schwere Nahrungsmittelkrise in den Hintergrund gedrängt. Sie hatte ihren Höhepunkt im ersten Halbjahr 2008, als die Preise für Grundnahrungsmittel um 180 Prozent stiegen und die Zahl der Hungernden von 854 auf 963 Millionen anwuchs.... mehr