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Nachhaltige Städte weltweit - Journalistenreise zu den Vereinten Nationen nach Nairobi und Addis Abeba

UN-Umweltprogramm (UNEP) in Nairobi, Kenia

UN-Umweltprogramm (UNEP) in Nairobi, Kenia

In den Medien spielen UN-Themen, insbesondere entwicklungspolitische Fragestellungen, häufig nur eine untergeordnete Rolle. Um einen Beitrag zu einem differenzierteren Bild über die weltweiten Aufgaben und Herausforderungen der Vereinten Nationen zu leisten, bietet die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) im Januar 2017 eine einwöchige Informations- und Recherchereise zum Thema nachhaltige Stadtentwicklung an. Die Reise führt nach Nairobi (Kenia) und nach Addis Abeba (Äthiopien) und damit in zwei Städte, die hervorragende Anschauungsmöglichkeiten für das Engagement der internationalen Gemeinschaft zur nachhaltigen Stadtentwicklung im UN-Rahmen bieten.

Nachhaltige Stadtentwicklung – Ein Zukunftsthema

Weltweit sehen sich Städte unvergleichlichen sozialen, demographischen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen ausgesetzt. In den letzten Jahren hat der Grad der Urbanisierung und der Zuwanderung vom Land in die Städte in hohem Maße zugenommen. Dieser Trend wird sich noch verstärken: Im Jahr 2030 werden sechs von zehn Menschen in einer Stadt leben. In den Entwicklungsländern in Asien, Afrika und Lateinamerika ist der Zuwachs an Stadtbewohnern am größten – gerade dort finden sich auch die drängendsten Herausforderungen. Es fehlt häufig an bezahlbarem Wohnraum, Gesundheitsversorgung und nachhaltigen Entwicklungskonzepten. Im Jahr 2016 findet nach den Konferenzen in Vancouver 1976 und Istanbul 1996 die sogenannte „Habitat III“-Konferenz, die „Third United Nations Conference on Housing and Sustainable Urban Development“ in Ecuador statt. Diese ist die erste große UN-Konferenz, die sich nach der Verabschiedung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) von 2015 mit ihrer Umsetzung befassen wird.

Programm und Reisezeitraum

Die Reise findet vom 24.01.-01.02.2017 statt. Vorgesehen ist der Hinflug am 24.01.2017 von Deutschland aus nach Nairobi, so dass das Programm vor Ort am Morgen des 25.01.2017 starten wird. Am 28.01.2017 steht der Weiterflug in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba an. Am 31.01.2017 geht es nachts zurück nach Deutschland mit der Landung am 01.02.2017. Genauere Angaben zum Flug folgen und Abweichungen der Flüge können sich terminbedingt noch ergeben.

In Nairobi werden verschiedene konkrete Projekte im Stadtentwicklungsbereich besucht. Zunächst wird das vielfältige Aufgabenspektrum des „UN-Headquarters" in Afrika vorgestellt. Im Mittelpunkt steht dabei das Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-Habitat), dessen Sitz in Nairobi ist. Ebenso soll die Arbeit des UN-Umweltprogramms UNEP präsentiert werden. Umweltthemen wie Energieeffizienz, Luft- oder Wasserverschmutzung spielen eine große Rolle für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Darüber hinaus wird es die Möglichkeit geben, field visits in und nahe Nairobi zu unterschiedlichen Projekten der Vereinten Nationen z.B. im Bereich Wasser-/Abwasser, Transport und Energieeffizienz zu unternehmen, dort zu recherchieren und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen.

Addis Abeba bietet sich als zweiter Informations- und Rechercheort im Rahmen von UN-Entwicklungs- und Stadtentwicklungspolitik an. Nur zwei Flugstunden von Nairobi entfernt, beheimatet die über drei Millionen Einwohner zählende „Hauptstadt Afrikas“ u.a. die United Nations Economic Commission for Africa (UNECA), sowie Regionalbüros von UN-Habitat, des UN-Entwicklungsprogramms UNDP, der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur UNESCO und UNEP. Durch den Besuch zweier afrikanischer Großstädte mit enormen Herausforderungen bei der Stadtentwicklung und vielen interessanten Projekten sollen gute Vergleichsmöglichkeiten geboten werden. Die Reise soll die Bedeutung der (Stadt-)Entwicklungspolitik der Vereinten Nationen durch konkrete Begegnungen erfahrbar machen.

Skyline von Addis Abeba, Äthiopien
Skyline von Addis Abeba, Äthiopien

Zielgruppe

Teilnehmen können insgesamt sechs Journalistinnen und Journalisten, die bei etablierten regionalen Printmedien tätig sind. Diese Medien verfügen die in der Regel über keine eigenständige außen- und entwicklungspolitische Berichterstattung. Deshalb müssen sie – trotz ihrer Reichweite und Bedeutung im Rahmen der politischen Aufklärungsarbeit – im entwicklungs- und außenpolitischen Kontext meist auf Zweit- oder gar Drittverwertungen zurückgreifen. Ziel ist die Aufnahme der Thematik in die journalistische Berichterstattung, sodass die Teilnehmenden nach der Reise als Multiplikatoren fungieren.

Reisestipendium und Kosten

Die Kosten der Reise (Flug, Unterbringung/Frühstück sowie Transfer- und weitere programmbezogene Kosten vor Ort) werden von der DGVN aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übernommen. Weitere Kosten des Aufenthalts – z.B. für Mahlzeiten oder sonstige im Zusammenhang mit der Reise entstehende Kosten (Visum, Impfungen, Malariaprophylaxe, Zubringer etc.) – müssen von den jeweiligen Heimatredaktionen oder den Reisenden übernommen werden. Da die DGVN nicht als Reiseveranstalter im Sinne der §§ 651a ff. BGB anzusehen ist, akzeptieren alle Reisenden gegenüber der DGVN jeglichen Haftungsausschluss.

Bewerbung und Bewerbungsfrist

Sollten Sie als Journalistinnen und Journalisten verantwortliche/r Leiter/in eines regional etablierten Mediums Interesse an der Teilnahme haben, freuen wir uns über eine schriftliche Bewerbung von Mitarbeiter/innen aus Ihrem festen Redaktionsstamm. Der Bewerbung beizufügen sind

  • ein Motivationsschreiben mit einer Auflistung möglicher journalistischer Beiträge im Nachgang der Reise,
  • drei Arbeitsproben,
  • ein tabellarischer Lebenslauf,
  • eine Einverständniserklärung des Arbeitgebers/Mediums, den Mitarbeiter/die Mitarbeiterin für die Dauer der Reise freizustellen und die journalistischen Beiträge in Folge der Reise zeitnah abzudrucken.

Die Bewerbung kann postalisch oder per E-Mail an den Projektverantwortlichen Patrick Rosenow rosenow@dgvn.de, Tel. 030-259 375 11, übersendet werden. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2016. Über die Auswahl der Reisenden entscheidet die DGVN. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne per E-Mail unter rosenow@dgvn.de oder telefonisch unter 030-259 375 11 zur Verfügung. Weitere Informationen – auch zu unseren zurückliegenden Journalistenreisen – finden Sie außerdem auf unserer Website unter www.dgvn.de/veranstaltungen/journalistenreisen/

Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.
Patrick Rosenow
Zimmerstraße 26/27
D-10969 Berlin
Tel: (030) 25 93 75-0
Fax: (030) 25 93 75-11
E-Mail: rosenow@dgvn.de
Web: www.dgvn.de

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