Wirtschaft und Menschenrechte Der lange Weg zu internationalen Regeln für Unternehmen

Die Menschenrechte sind universell, sie sollen überall und für jeden Menschen gleichermaßen gelten. Dem haben sich Staaten in internationalen Abkommen verpflichtet. Aber es gibt auch andere Akteure, die großen Einfluss darauf haben, ob Menschen ihr Leben selbstbestimmt und in Würde gestalten können. Dazu gehören Unternehmen. Nicht selten führt ihr Profitstreben sowie der wirtschaftliche Wettbewerb zu Praktiken, die Schaden für Mensch und Natur verursachen. Das reicht von Zwangsvertreibungen und Kinderarbeit über Umweltschäden bis zur Gesundheitsschädigung der Arbeiterinnen und Arbeiter. Bisher kennen internationale Abkommen keine menschenrechtlichen Pflichten für Firmen. Doch es bewegt sich etwas: Opfer fordern immer lauter – auf der Straße und vor Gerichten – ihre Rechte gegenüber den Unternehmen ein. Weltweit machen sich Nichtregierungsorganisationen dafür stark, wirtschaftliche Akteure zur Verantwortung zu ziehen. Eine große Hoffnung liegt dabei auf den Vereinten Nationen. In dieser Ausgabe befasst sich die Eine-Welt-Presse deshalb mit den Herausforderungen und dem Beitrag der internationalen Gemeinschaft zur Schaffung einer verantwortungsvollen Weltwirtschaft.

 

 

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