Von der Schwierigkeit, für ADN zu berichten

Mehr als drei Jahrzehnte liegt es zurück, daß ich im September 1963 als Bürger eines für den größten Teil der Welt nicht existenten Staates New Yorker Boden betrat, um als Sonderkorrespondent des Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienstes (ADN) über die 18. Ordentliche Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu berichten. Alles war aufregend: die mich bis heute faszinierende Skyline Manhattans, die Atmosphäre der Versammlungshalle, die Begegnungen mit Staatsmännern, Diplomaten und Journalisten aus aller Herren Länder in den Wandelgängen. Schrecklichstes Erlebnis am Fernsehbildschirm: die Ermordnung des Präsidenten John F. Kennedy, dessen große Rede mit dem Angebot der Zusammenarbeit an die Sowjetunion mitbestimmend dafür war, die Plenartagung in meiner ADN-Einschätzung »Vollversammlung der Entspannung« zu nennen.

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