Dili und Priština

Mit Schuldzuweisungen an die Adresse der UN sind die Regierungen ihrer 188 Mitgliedstaaten fast so schnell bei der Hand wie die Medien. So titelte die ›Frankfurter Allgemeine Zeitung‹ am 29. September zu Einsätzen der Vereinten Nationen bei bewaffneten Konflikten »Aus Fehlern nichts gelernt« und zog eine »trübe Bilanz« einiger UN-Missionen in Afrika. Ähnliche Vorwürfe werden angesichts der Katastrophe in Osttimor erhoben. Sind sie vielleicht diesmal eher berechtigt als sonst, zumal der Sicherheitsrat mit anklagendem Finger auf das UN-Sekretariat weist?

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