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Die Vereinten Nationen und Sudan (II) Keine Lösung des Darfur-Konflikts in Sicht

Martin Pabst

Der im Jahr 2003 ausgebrochene bewaffnete Konflikt in Darfur hat sich mit an die 300 000 Toten und 2,7 Millionen Vertriebenen zu einer der größten humanitären Katastrophen weltweit entwickelt. Die internationale Gemeinschaft reagierte bis heute nur zögerlich. Eine Lösung des Konflikts in das im Jahr 2005 verabschiedete ›Umfassende Friedensabkommen‹ einzubeziehen, wurde versäumt. Zwar wurde die überforderte Friedensmission der Afrikanischen Union 2007 durch die ›Hybridmission‹ UNAMID ersetzt, doch auch sie hat mit massiven strukturellen Mängeln und Problemen zu kämpfen. Solange der UN-Sicherheitsrat gegenüber Sudan keine geschlossene Haltung zeigt, wird sich am Status quo nichts ändern.

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