Menü

Die Vereinten Nationen im Überblick

Die Vereinten Nationen sind eine internationale Organisation. Ihre Mitgliedstaaten verpflichten sich dazu, den Frieden durch internationale Zusammenarbeit und kollektive Sicherheit zu erhalten. Mit 193 Ländern gehören heute fast alle Staaten der Welt den UN an.

Die Vereinten Nationen sind ein wichtiges Forum in den internationalen Beziehungen. Zusammen mit den Mitgliedstaaten und anderen Akteuren engagiert sich die Weltorganisation in den Bereichen Frieden und Sicherheit, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung. Es sind wichtige Tätigkeitsfelder, die uns alle angehen.

Die UN wurden kurz nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) am 24. Oktober 1945 von 51 Staaten gegründet. Das vorrangige Ziel war es dabei, zukünftige Kriege zu verhindern. Die Arbeitsgrundlage der UN und ihrer Mitgliedstaaten ist die Charta der Vereinten Nationen. In ihr sind die fundamentalen Prinzipien der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit sowie die Ziele und Aufgaben der Weltorganisation festgelegt.

Die UN sind keine Weltregierung und sie erlassen auch keine Gesetze. Es sind in erster Linie die Mitgliedstaaten, die wichtige Entscheidungen treffen. Das UN-Sekretariat begleitet diesen Prozess, ebenso nichtstaatliche Akteure. Zusammen mit ihren Haupt- und Nebenorganen sowie den Sonderorganisationen und Programmen ergeben sie alle das komplexe UN-System. Die getroffenen Entscheidungen in Form von Resolutionen sind nur im Fall des Sicherheitsrats grundsätzlich völkerrechtlich verbindlich. Bei allen politischen Verhandlungen können die Vereinten Nationen entweder als Forum – beispielsweise die Generalversammlung –, als Instrument – zum Beispiel für UN-Mitgliedstaaten – oder auch selbst als Akteur – unter anderem in Form der UN-Generalsekretärin oder des UN-Generalsekretärs – in der internationalen Politik auftreten.

Emblem und Flagge der Vereinten Nationen

Das Emblem der Vereinten Nationen ist vor der Gründungskonferenz 1945 in San Francisco von einem Designerteam entworfen worden. Der US-Amerikaner Donal McLaughlin sollte für die Tagung eine Anstecknadel entwerfen, aus der schließlich das UN-Symbol abgeleitet wurde. Im November 1946 wurde der Entwurf von der Generalversammlung verabschiedet und ist seitdem unverändert geblieben. Die Weltkarte mit dem Nordpol als Mittelpunkt und der Umrahmung durch zwei Olivenzweige ist seitdem ein Symbol für den Frieden und die gesamte Menschheit geworden. Dargestellt werden nur die bewohnten Erdteile, die Antarktis ist nicht zu sehen. Der Nullmeridian durch Greenwich stellt die senkrechte Achse des Logos dar.

Die offizielle UN-Flagge zeigt das ursprünglich goldene Logo in Weiß auf hellblauem Grund, wie die Generalversammlung in der Resolution 167 (II) entschied. Im UN-Flaggencode wurde die Anwendung der Fahne später detailliert geregelt. So ist beispielsweise ein Gebrauch für Werbezwecke oder eine Vermarktung untersagt. Auch UN-Flaggen-Servietten oder -Taschentücher sind verboten.

Exponierte Stellung der UN-Flagge

Wenn die UN-Flagge gemeinsam mit anderen Flaggen gehisst wird, dürfen diese das UN-Symbol in Höhe und Größe nicht übertreffen. Nachts soll die UN-Flagge nur in Ausnahmefällen wehen und in Flaggenkreise soll sie nicht eingebunden sein, sondern eine exponierte Stellung im Zentrum des Kreises erhalten.

Die Embleme und Flaggen zahlreicher UN-Organisationen und UN-Missionen sind eng an die UN-Flagge angelehnt und oftmals nur leichte Abwandlungen des Originals. Auch mehrere Nationalflaggen wie die Somalias gehen auf die UN-Flagge und deren Friedenssymbolik zurück.

Weitere Informationen zur Entstehung des UN-Logos und der UN-Flagge finden Sie im Beitrag „Im Zeichen des Friedens“ von Harry D. Schurdel, der 2005 in der Zeitschrift Vereinte Nationen erschien.