Zeitschrift VEREINTE NATIONEN aktuell

Israel und Palästina in den Vereinten Nationen

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas (Mitte) bejubelte mit seiner Delegation die Anerkennung Palästinas als Beobachterstaat ohne Mitgliedschaft durch die UN-Generalversammlung am 29. November 2012. UN Photo/Rick Bajornas

Die wieder aufflammende Gewalt an der Grenze zwischen dem Gaza-Streifen und Israel rückt den Nahost-Konflikt erneut in die öffentliche Wahrnehmung. Wie verhalten sich die Vereinten Nationen gegenüber den Konfliktparteien und welches Verhältnis haben Israel und Palästina zur Weltorganisation? Diesen Fragen gehen die Autorinnen und Autoren des Heftes 3/2018 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN nach.

Dass die Beziehungen zwischen Israel und den Vereinten Nationen schon immer kompliziert waren, betonen Jan Busse und Stephan Stetter in ihrem Beitrag. Muriel Asseburg zeichnet die bisherigen Entwicklungen nach, schätzt jedoch in ihrer Analyse die Verwirklichung einer palästinensischen Eigenstaatlichkeit als zunehmend unrealistisch ein. Der Frage, welche Aussichten eine juristische Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen durch den Internationalen Strafgerichtshof haben könnte, geht Mayeul Hiéramente nach. Die internationale Gemeinschaft müsse aber vom endlosen Konfliktmanagement zur Konfliktlösung zurückzukehren, mahnt der Sonderkoordinator der Vereinten Nationen für den Nahost-Friedensprozess Nickolay Mladenov in der Rubrik ‚Drei Fragen an‘. Wie sich der Nahost-Konflikt auf die Arbeit der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) auswirkt, zeigt Roland Bernecker anhand des Streits zwischen Israel und Palästina um die Anerkennung von Kulturerbestätten.

Zum Heft 3/2018

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