Zeitschrift VEREINTE NATIONEN aktuell

Internationale Meerespolitik

Die stellvertretende Generalsekretärin Amina Mohammed betrachtet eine Virtual-Reality-Präsentation auf dem Welt-Ozean-Festival. Das Festival, organisiert von der Global-Brain-Stiftung und veranstaltet von der Stadt New York, fand im Juni 2017 im Vorfeld der UN-Ozeankonferenz statt. UN Photo/Ariana Lindquist

Trotz ihrer Bedeutung erfahren die Ozeane als wichtige Lebensräume nur eine relativ geringe Aufmerksamkeit in den internationalen Beziehungen. Gleichzeitig besteht jedoch ein weltweiter Regelungs- und Handlungsbedarf, um die Verschmutzung der Meere einzudämmen und Konflikte auf hoher See zu begrenzen. Welche Aspekte einer internationalen Meerespolitik zu berücksichtigen sind und welche Rolle die Vereinten Nationen dabei spielen, untersuchen die Autorinnen und Autoren des Heftes 4/2018 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN.

Barbara Neumann, Sebastian Unger und Martin Visbeck sehen mit dem Ziel 14 („Leben unter Wasser“) der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung eine große Chance für den Meeresschutz. Die Umsetzung steht jedoch vor komplexen Herausforderungen. In der Rubrik ‚Drei Fragen an‘ spricht die derzeitige residierende Koordinatorin und Vertreterin vom UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) für die Malediven Shoko Noda über dortige Maßnahmen zum Schutz der Meeresumwelt. Aline Jaeckel empfiehlt in ihrem Standpunkt, dass die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA) klare Regeln für den kommerziellen Tiefseebergbau entwickeln sollte. Nele Matz-Lück betrachtet in ihrem Beitrag den Internationalen Seegerichtshof (ITLOS) als mit dem UN-System verwandte Institution genauer. Die Ozeane sind auch Gegenstand sicherheitspolitischer Auseinandersetzungen. Diese Entwicklungen erfordern ein Überdenken der bestehenden Meeressicherheitspolitik unter Einbindung der UN, betont Kerstin Petretto.

Zum Heft 4/2018

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