35 Programme und Sonderorganisationen der UN engagieren sich seit 2003 im Verbund UN-Water
Mit dabei sind u.a.:
Daneben leiten die UNESCO mit dem Internationalen Hydrologischen Programm (IHP) und die WMO mit dem Programm für Hydrologie und Wasserressourcen (HWRP) zudem zwei umfassende Wasserprogramme. Auch das World Water Assessment Programe (WWAP) und der Weltwirtschaftsrat für Nachhaltige Entwicklung (WBCSD) setzen sich mit globalen Wasserfragen auseinander.
Alle Partner & Programme im Überblick finden sie hier.
Das World Water Assessment Programm (WWAP) veröffentlicht regelmäßig den Weltwasserbericht. Neben globalen Entwicklungen werden darin auch Trends innerhalb einzelner Regionen analysiert. Alle Berichte der letzten Jahre sind unter folgenden Links abrufbar:
Die UN-Basisinformation 45 zum Thema Umwelt und Wasser bringt Ihnen das Umweltmanagement der Vereinten Nationen näher und führt in die Themen nachhaltige Entwicklung, grüne Wirtschaft und Wasserknappheit ein.
Der Hashimoto-Aktionsplan 2006 - nach dem verstorbenen ehemaligen japanischen Minis-terpräsident und damaligen UNSGAB-Vorsitzenden Ruyato Hashimoto benannt - ist in der
Blauen Reihe Nr. 98 der DGVN erschienen.
Der Weltwasser-entwicklungsbericht der Vereinten Nationen fasst die Herausforderungen einer gemeinsamen, sicheren Wassernutzung zusammen. Entsprechende Fallbeispiele u.a. aus Thailand, Frankreich und Japan veranschaulichen den Wert des Wassers.
Eine neue Richtlinie der EU-Kommission forciert die europaweite Privatisierung der Wasserversorgung. Profitabel ist dies vor allem für viele multinationale Konzerne, denn mit Wasser könnte künftig in großem Stil spekuliert werden, um Milliardengewinne und hohe Renditen zu erzielen. Die neue Konzessionsrichtlinie erhöht den Privatisierungsdruck auf Städte, Kommunen und Gemeinden und macht aus einem Allgemeingut ein Spekulationsprodukt.
Die Kampagne "Right2Water" setzt sich dafür ein, das Menschenrecht auf Wasser und sanitäre Grundver-sorgung, gemäß der UN-Resolution, auch auf europäischer Ebene fest-zuschreiben. Die neue EU-Richtlinie verhindert eine derartige Umsetzung.
Engagieren auch Sie sich!
Der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan hat 2004 den Beirat für Wasser- und Sanitärversorgung (UN Secretary General’s Advisory Board on Water and Sanitation - UNSGAB) einberufen, der ihn bei der Umsetzung der wasser- und sanitärbezogenen Millenniums-Entwicklungsziele unterstützen soll.
Hashimoto Action Plan II - Strategy and Objectives through 2012 (englisch)
Im Dezember 2010 entschied sich die UN-Generalversammlung dazu, 2013 zum Internationalen Jahr der Wasserkooperation auszurufen (A/Res/65/154). Nachdem 2003 das Internationale Jahr des Süßwassers bereits großen Anklang fand, findet nun, 10 Jahre später, erneut ein Themenjahr zu Wasser und Abwasser statt. Das aktuelle Internationale Jahr reiht sich damit nahtlos in die Internationale Aktionsdekade „Wasser - Quelle des Lebens“, welche im Jahr 2015 enden wird. Im nächsten Jahr erscheint zudem der fünfte Weltwasserbericht. Die Vereinten Nationen versuchen so, das öffentliche Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser zu stärken. Die DGVN wird Sie in diesem Themenschwerpunkt über erfolgreiche Initiativen und Kooperation auf dem Laufenden halten.
Der Zugang zu Wasser ist ein grundlegendes Menschenrecht
In vielen Regionen der Welt ist Wasser eine knappe und daher umkämpfte Ressource. Während in großen Teilen Afrikas und des Nahen Ostens Wasser Mangelware ist, leiden Millionen Bewohner Asiens vor allem an der akuten Ver-schmutzung der Flüsse und Meere. Huang Ho, der zweitlängste Fluss Chinas ist so verschmutz, dass sein Wasser nicht einmal mehr für die Bewässerung der Felder eingesetzt werden kann. 2010 stimmte die UN-Generalversammlung zu, das Recht auf Wasser als allgemeines Menschenrecht anzuerkennen. 122 Staaten unterstützten die bolivianische Initiative (A/Res/64/292).
Auch 16 Jahre nach erfolgreicher Abstimmung in der Generalversammlung ist der Vertrag über die Nutzung internationaler Wasserläufe noch immer nicht in Kraft getreten. Prof. Dr. Aysegül Kibaroglu erklärte in Jena weshalb es auch deswegen immer wieder zu Konflikten kommt.
Drei Länder engagieren sich für einen kalten Meeresstrom: Südafrika, Namibia und Angola. Gemeinsam wollen sie dafür sorgen, dass das einzigartige Ökosystem des Benguelastroms im Südatlantik nicht durch Ölförderung und andere menschliche Eingriffe zerstört wird. Das wurde jetzt in einem verbindlichen Vertrag festgelegt, und dabei geht es auch ökonomisch um viel, denn vor allem Namibia und Angola leben von der Rohstoffförderung in ihren Küstengewässern. Nun versuchen sie gemeinsam, Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen.
Ben Braga, Präsident des Weltwasserrats, spricht über zukünftige Prioritäten der internationalen Wasser-Gemeinschaft, die Zusammenarbeit mit UN-Water und den Stellenwert des Themas Wasser bei der Ausarbeitung neuer Entwicklungsziele. Seine Forderung: Es sollte mehrere neue Entwicklungsziele zum Thema Wasser geben.
Jedes Jahr weisen die Vereinten Nationen mit dem Weltwassertag auf die Bedeutung der blauen Ressource für die Menschheit hin. In diesem Jahr betont die UN die besondere Relevanz von unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit im Bereich Wassermanagement.
Ca. 3.800 km³ Süßwasser entziehen wir jedes Jahr unserer Umwelt. 70 Prozent davon wird für Ackerbau und Landwirtschaft, 20 Prozent für die Industrie und nur 10 Prozent in Haushalten verwendet. Vielen Menschen bleibt der Zugang zu Trinkwasser jedoch verwehrt. Immer wieder kommt es zu Konflikten. Ein Überblick über die fünf Kernprobleme beim Umgang mit Wasser:
Für über 40 Prozent der Weltbevölkerung ist der Zugang zu sanitären Einrichtungen keine Selbstverständlichkeit. Als eine Folge leiden Millionen Menschen an weitestgehend vermeidbaren Krankheiten, die insbesondere für Kinder häufig tödlich enden.
Um die Weltöffentlichkeit auf diese Missstände hinzuweisen, hat die UN zahlreiche Aktionen zu diesen Thema durchgeführt. Das "Internationale Jahr der Sanitären Grundversorgung" im Jahr 2008 und das "Internationale Jahr des Süßwassers" im Jahr 2002 sind nur einige Beispiele. Von 2005-2015 findet in diesem Rahmen die Internationale Aktionsdekade "Wasser- Quelle des Lebens" statt. Ein wichtiger Aspekt der verschiedenen Projekte ist es, einen grundlegenden Zugang zu Sanitäranlagen zu ermöglichen. Auch in den Millenniums-Entwicklungszielen ist diese lebenswichtige Vorgabe verankert. Seit dem Weltgipfel in Johannesburg in Jahre 2002 ist das Ziel aufgestellt, dass bis 2015 der Anteil der Menschen ohne ausreichende Sanitärversorgung haltbiert werden soll. Gleichzeitig soll die Gesundheitssituation dadurch nachhaltig verbessert werden.
Dieses Ziel wurde bereits 2012 erreicht. Der neueste Weltwasserbericht "Wasserbewirtschaftung – Unsicherheiten und Risiken" legt dar, dass der Anteil der Bevölkerung in Entwicklungsländern ohne eine gesundheitsgefährliche Trinkwasserversorgung mittlerweile auf die Hälfte gesunken ist.
Eine ausführliche Antwort von Uschi Eid, stellvertretende Vorsitzende von UNSGAB, dem Beraterkreis für Wasser und Sanitäre Grundversorgung des UN-Generalsekretärs.
Wasser ist Leben (Der Artikel ist im WUS-Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd, Nr.57, Dezember 2007 erschienen)
Wasser ist nicht nur ein Teil unserer Umwelt, sondern die wichtigste Ressource. Ohne Wasser wäre Leben auf der Erde nicht denkbar. Trotzdem haben schätzungsweise 1,1 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Wasser. Die Zahl derer, die unter Wasserknappheit leiden, wird sich nach UN-Prognosen, von heute 700 Millionen Menschen, bis zum Jahr 2025 auf 3 Milliarden Menschen vervielfachen. Mehr als doppelt so hoch ist mit 2,6 Milliarden Menschen die Zahl derjenigen, die keinen Zugang zur sanitären Grundversorgung besitzen, also keine Toiletten und keinen Anschluss an Abwasserentsorgung– das sind ca. 40 Prozent der Weltbevölkerung. In den Millenniums-Entwicklungszielen hat sich die internationale Staatengemeinschaft verpflichtet, den Anteil der Menschen ohne Trinkwasser und Sanitärversorgung bis 2015 zu halbieren.
(Nachfolgender Text ist eine Arbeitsübersetzung, basierend auf dem UN-Aktionsplan zum Internationen Jahr der Sanitären Grundversorgung. Die verhandelten Ziele haben weiterhin Geltung. Hier finden Sie den
englischen Originaltext)
Global geraten wir in Verzug dabei, das Sanitärversorgungsziel der Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen. Daher ist es das zentrale Ziel des Internationalen Jahrs der Sanitären Grundversorgung, die internationale Gemeinschaft auf den Weg zu bringen, der zur Erreichung des Sanitärversorgungs-Millenniumsentwicklungsziels führt. Sanitäre Grundversorgung ist die Grundlage für Gesundheit, Würde und Entwicklung. Erweiterter Zugang zu sanitärer Grundversorgung besonders für arme Menschen ist von fundamentaler Bedeutung dafür, alle Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen. Weiterlesen
Wasser hält sich nicht an nationale Grenzen. Ungefähr 40 Prozent der Weltbevölkerung leben an 260 Flüssen und Seen, die mehr als einen Anrainerstaat besitzen. Umso logischer erscheint es, durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Anrainern, die Verknappung und Verschmutzung der Wasserressourcen gemeinsam anzugehen. Neben der Norm- und Regelbildung auf internationaler Ebene, rückt somit die regionale Zusammenarbeit in den Vordergrund. Durch UN-Initiativen wie dem Übereinkommen über das Recht der nichtschifffahrtlichen Nutzung internationaler Wasserläufe und dem Über-einkommen zum Schutz und zur Nutzung grenzüberschreitender Wasserläufe und internationaler Seen wurde nach und nach eine Basis für bi- und multilaterale Wasserkooperationen geschaffen.
Das Übereinkommen für den Schutz des Rheins ist ein Beispiel eine solchen Kooperation mit deutscher Beteiligung. Deutschland, Frankreich, Holland, Luxemburg und die Schweiz beschlossen 1999 ihre Zusammenarbeit zur Erhaltung und Verbesserung des Ökosystems Rhein zu verstärken.
Einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen der letzten 20 Jahre bietet Ihnen dieses Schaubild:
Seit Juli 2012 ist Barcelona der designierte Sitz des Sekretariats der Global Water Operator’s Partnerships Alliance(GWOPA). Damit konnte sich die katalanische Hauptstadt gegen das niederländische Delft und die Bosporus Metropole Istanbul durchsetzen. Die GWOPA ist dem UN-Wohn- und Siedlungsprogramm HABITAT unterstellt. Primäre Aufgabe ist die weltweite Unterstützung regionaler Partnerschaften sanitärer Dienstleister durch Aufklärung, sowie technische und finanzielle Hilfestellung. Mit dieser Tätigkeit trägt die GWOPA einen entscheidenden Anteil bei der Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele im Bereich Wasser bei. Weitere Informationen zur Arbeit der GWOPA unter gwopa.org.

Allgemein
- Kampagne der German Toilet Organisation
- NoMix – Ein
Lernspiel um Recycling, Wasser, und ein neues WC“ von EAWAG, bezogen auf Europa und mit Fokus auf ökologische Sanitärversorgung. Themen: u.a. Mensch & Ausscheidung, Kläranlagen und Gewässer
- UNICEF-Seiten „
Voices of the Youth“ zu Wasser, Umwelt und Sanitärversorgung (englisch) - Enthält Basisinformationen, Kinderrechte, Fragespiele, Geschichten von Kindern aus Entwicklungsländern, Glossar
Für Lehrer, Multiplikatoren, Fachleute
- Unterrichtsmaterialien zum Thema
Wasser
- Sammlung von Unterrichtsmaterialien -
Gesichter Akrikas
- Unterrichtsideen zur Hygiene
Institut Pasteur
- Informationen der
Weltgesundheitsorganisation (engl)
- Infoplattform der Initiative
Water, Sanitation, Hygiene in School (engl)
- Allgemeine Informationen zum Thema aus dem englischsprachigen Magazin des
Stockholm International Water Institute
- Allg. Infos (ebenfalls auf Englisch) des
Stockholm Environment Institute
- Gründungserklälrung der "Sustainable Sanitation Alliance"
SuSanA
- Discussion Paper von
WaterAid
- Bericht der norwegischen Regierung für die Commission on Sustainable Development (CSD):
Securing Sanitation:The Compelling Case to Address the Crisis
Water Supply & Sanitation Collaborative Council
Aktionsdekade 2005-2015: "Wasser zum Leben"
World University Service
Sustainable Sanitation Alliance
Sanitationupdates
Wasser-und-mehr