Srebrenica und die schweren Anfänge einer ›neuen Friedenssicherung‹

Das Massaker in Srebrenica vom Juli 1995, bei dem rund 8000 Männer und Jungen ums Leben kamen, war der Tiefpunkt der Bemühungen der Vereinten Nationen zur Friedenssicherung nach einer Reihe von vorherigen Fehlschlägen anderer Friedensoperationen. Wie konnte es dazu kommen? Der Beitrag skizziert die Geschehnisse vor und nach der Einnahme der Schutzzone, untersucht die tiefer liegenden Ursachen des Versagens der UN-Mission UNPROFOR und bewertet die Lehren, die im Verlauf der letzten 20 Jahre gezogen wurden.

Download (pdf) 5.1 MB

Das könnte Sie auch interessieren

  • Annette Weerth

    20 Jahre Srebrenica – Zeit für ein UN-Schutzzonenkonzept

    Seit ihrem verheerenden Scheitern in Srebrenica besteht bei den Vereinten Nationen große Zurückhaltung gegenüber der Einrichtung von Schutzzonen in Konfliktgebieten. Dabei zeigen andere Beispiele, dass solche Zonen eine sinnvolle Alternative zum Schutz verfolgter Personen bieten können. Die Gratwanderung zwischen militärischem Eingreifen und neutralem Schutz kann gelingen. 20 Jahre Srebrenica ist… mehr

  • Andreas Zumach

    Dayton - kein Synonym für Frieden Nach dem angeblichen Versagen der Vereinten Nationen: absehbares Scheitern der NATO-Mission

    Seit über einem Jahr spielen die Vereinten Nationen im ehemaligen Jugoslawien nur noch eine marginale, öffentlich kaum mehr beachtete Rolle. Die UN überwachen mittels der UNTAES den Übergangsprozeß in Ostslawonien bis zur endgültigen Eingliederung dieses Gebietes nach Kroatien; UN-Organisationen wie der UNHCR betreuen und versorgen weiterhin Flüchtlinge und Binnenvertriebene in respektive aus… mehr

  • Gerrit Kurtz

    UN-Basis-Informationen 55 Das Konzept der Schutzverantwortung (Responsibility to Protect)

  • Karin Oellers-Frahm

    IGH Bosnien-Herzegowina gegen Jugoslawien

    - Verantwortlichkeit für Völkermord im bewaffneten Konflikt - Verpflichtungen aus der Völkermordkonvention mehr

  • Hannah Birkenkötter

    Wessen Verantwortung, welches Gericht? 20 Jahre nach Srebrenica ist die gerichtliche Aufarbeitung noch lange nicht abgeschlossen

    20 Jahre nach dem Völkermord in Srebrenica ist die gerichtliche Aufarbeitung der Geschehnisse vom Juli 1995 noch lange nicht abgeschlossen. Während das Jugoslawien-Tribunal seine Arbeit bald beenden wird, arbeitet die Kammer für Kriegsverbrechen des Bosnischen Gerichtshofs weiter. Gleichzeitig wird nun erst die Frage nach Entschädigungszahlungen an Angehörige der Opfer sowie die Verantwortlichkeit… mehr