Ruanda 1994 Die internationale Gemeinschaft hat nur wenige Lehren gezogen

Trotz eindeutiger Hinweise und Hilferufe tat die internationale Gemeinschaft nichts, um den Völkermord in Ruanda 1994 zu verhindern oder einzudämmen. Dieser Beitrag schildert aus heutiger Sicht die damaligen Geschehnisse, nennt Ursachen für den Völkermord, analysiert das Handeln und Nichthandeln maßgeblicher Akteure, vor allem des Sicherheitsrats, wichtiger Mitgliedstaaten und der UN-Mission UNAMIR. Zuletzt erörtert er die Frage nach der Schuld und nach den Lehren, die gezogen wurden, sowohl innerhalb der Vereinten Nationen als auch in Ruanda.

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