Alternative Mechanismen zur Finanzierung von Friedensoperationen der Vereinten Nationen Blaue Reihe 100

Berlin 2007, 76 Seiten, Schutzgebühr 2,50 Euro 

Die Kosten der UN-Friedenseinsätze im Verhältnis zu den nationalen Militärausgaben und erst Recht zu den Welt-Militärausgaben sind äußerst bescheiden. Dennoch  wird die Verdopplung der Kosten zwischen 2000/2001 und 2006/2007 von 5,4 auf rund 10,5 Mrd. US-Dollar als ein deutliches Überschreiten der „Schmerzgrenze“ bezeichnet. Die Kernfrage lautet daher, ob es neben der Delegation militärischer Operationen durch den Sicherheitsrat an regionale Bündnisse („UN-mandatierte Aktionen“), deren tatsächliche Kosten im Dunkel nationaler Haushalte versteckt bleiben, noch alternative Finanzierungsoptionen gibt. Von den bisher insgesamt 61 Friedensoperationen seit 1948 sind es 15, die gegenwärtig jährlich über fünf Mrd. US-Dollar in Anspruch nehmen. Ende Februar 2007 waren rund 100 000 Soldaten, Polizisten und Zivilpersonal im Feld. Drei weitere Friedensoperationen befinden sich im Stadium der Planung, so dass das Personal insgesamt um 40 Prozent ansteigen kann. Ende Februar 2007 betrugen die finanziellen Außenstände rund 3,27 Mrd. US-Dollar.

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