50 Jahre Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Rede des deutschen Außenministers auf dem Festakt der DGVN am 19. März 2002 in Berlin

Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens feierten mit den Mitgliedern der DGVN im März in der deutschen Hauptstadt das 50-jährige Bestehen der Gesellschaft und blickten gemeinsam mit dem Bundesaußenminister auf die am 10. Mai 1952 in Heidelberg erfolgte Gründung zurück. Willkommen geheißen wurden die Gäste vom DGVN-Vorsitzenden Klaus Dicke, der unter den Anwesenden auch die früheren Vorsitzenden Annemarie Renger und Helga Timm begrüßen konnte. Dicke erinnerte an die »Wechselbäder der Gefühle«, denen in den letzten Jahren gerade diejenigen ausgesetzt waren, die die Tätigkeit der Vereinten Nationen verfolgen und begleiten: »Zwischen Nobelpreisen und Srebrenica, zwischen wiedererlangter Handlungsfähigkeit des Sicherheitsrats und dem alljährlich drohenden finanziellen Zusammenbruch, zwischen den Erfolgen in der Errichtung internationale Strafgerichtsbarkeit hier und ... Rwanda dort – es ist wahrlich nicht leicht, allein mit dem Kompaß der UN-Charta Kurs zu halten in der Weltpolitik seit Ende des Ost-West- Konflikts.« Dennoch habe für die DGVN die Aufgabe des Kurshaltens, der »immer öfter die Notwendigkeit eines Kurssuchens« vorangehe, erst begonnen. Eine Kursbestimmung der UN-Politik Deutschlands im gegenwärtigen Umfeld unternahm anschließend der Bundesminister des Auswärtigen, Joschka Fischer. Nachstehend wird die schriftliche Fassung seines Festvortrags wiedergegeben, die er mündlich um einige aktuelle Bemerkungen zu der bedrückenden politischen Entwicklung in Simbabwe und zur Friedenspolitik ergänzte.

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