20 Jahre Weltfrauenkonferenz von Beijing Gleichberechtigung in keinem Land der Welt erreicht

Tradierte kulturelle und religiöse Eigenständigkeiten verhindern weiterhin den Abbau von patriarchalen Machtstrukturen und messen Frauen einen geringeren Wert als Mensch zu als Männern. Die noch ausstehenden Forderungen der Vierten UN-Weltfrauenkonferenz von Beijing müssen nun mit der neuen globalen ›Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung‹ eingelöst werden. Dabei fällt UN Women eine maßgebliche Rolle bei der Unterstützung der Mitgliedstaaten, der Koordinierung des UN-Systems und der Mobilisierung der Zivilgesellschaft zu. Die tatsächliche Gleichberechtigung von Mann und Frau ist noch in keinem Land der Welt erreicht.

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