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Selbstbewusste Macht Chinas stärkeres Engagement in den Vereinten Nationen kann beiden Seiten nutzen

Janka Oertel

Die Volksrepublik China hat in den vergangenen zehn Jahren ihre zuvor geübte Zurückhaltung in den Vereinten Nationen schrittweise aufgegeben. Sie beteiligt sich immer stärker an UN-Friedenseinsätzen, tritt im Sicherheitsrat selbstbewusster auf und nimmt im Bereich der Entwicklungspolitik vermehrt Einfluss. Chinas UN-Politik ist differenzierter und professioneller geworden. Es ist zu erwarten, dass die Volksrepublik diesen Weg fortsetzen und ihr Engagement in den UN verstärkt dazu nutzen wird, ihr Ansehen in der Welt zu verbessern und eigene Präferenzen durchzusetzen.

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