Hauptbeiträge

Besser als nichts Die 8. Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags endet mit einem Minimalkompromiss

Harald Müller

Die 8. Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags endete am 28. Mai 2010 mit einem einstimmig verabschiedeten Abschlussdokument. Damit wurde die weitere Vertiefung der Krise um das Nichtverbreitungsregime vermieden. Wesentlich für diesen Teilerfolg war die kooperativere amerikanische Politik. Freilich gelang nur ein Kompromiss auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner: Weder kam es zu einem Durchbruch in der nuklearen Abrüstung noch wurde das Nichtverbreitungsinstrumentarium verstärkt. Greifbarstes Ergebnis blieb der Plan für eine Konferenz über eine kernwaffenfreie Zone im Nahen Osten.

Download (pdf) 548 KB

Das könnte Sie auch interessieren

  • Harald Müller

    Stillstand in der nuklearen Abrüstung Warum die 9. Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags scheiterte

    Die 9. Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags endete am 22. Mai 2015 ohne einvernehmliche Schlusserklärung, die Erfolgsmarke dieser Veranstaltungen. Vier Wochen lang hatten zwei Themen die Debatten geprägt: die nukleare Abrüstung und eine kernwaffenfreie Zone im Nahen Osten. Ein neuer Vorschlag für ein absolutes Kernwaffenverbot und der Unwille der Kernwaffenstaaten, ihre Arsenale… mehr

  • Hubert Thielicke

    Kernwaffenfreie Zonen und die Vereinten Nationen Regionale Schritte auf dem Weg zu einer Welt ohne Kernwaffen

    Seit 1967 wurden Verträge über kernwaffenfreie Zonen in Lateinamerika, dem Südpazifik, Südostasien, Afrika und Zentralasien geschlossen. Die Mongolei und andere Staaten legten per Gesetz einen nuklearwaffenfreien Status fest. Fast die gesamte südliche Hemisphäre und Teile der nördlichen werden damit von kernwaffenfreien Zonen erfasst. Dieser Prozess vollzieht sich in enger Kooperation mit den… mehr

  • Ulrich Kühn

    Generalversammlung Kernwaffenfreie Zone Nahost

    - Mögliche Konferenz in 2012 - Finnischer Staatssekretär als Vermittler ernannt mehr

  • Michael Brzoska, Götz Neuneck

    Atomabkommen mit Iran: Kompromiss mit großem Potenzial

    Vor genau zehn Jahren, im August 2005, brachen die Verhandlungen über ein iranisches Atomprogramm zusammen. Die Verhandlungen zwischen den Regierungen Irans sowie Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens sollten den seit dem Jahr 2003 schwelenden Nuklearkonflikt beilegen. Auf Druck der USA bestanden die drei Staaten damals darauf, dass Iran alle Uran-Anreicherungsaktivitäten dauerhaft beenden… mehr

  • Oliver Meier

    Ein Ende der Atomtests? Aussichten auf das Inkrafttreten des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen

    Der im Jahr 1996 in den Vereinten Nationen zur Unterzeichnung aufgelegte Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBT) stärkt bereits jetzt die Norm gegen Atomwaffentests und verankert sie in der politischen Praxis. Gegenwärtig haben rund 95 Prozent der UN-Mitgliedstaaten den Vertrag entweder unterzeichnet oder ratifiziert. Doch damit der CTBT in Kraft treten kann, fehlen noch die… mehr