Bewohnerinnen und Bewohner des Abaiang-Atoll in Kiribati (Office of the President of the Republic of Kiribati / Photo: Justin McManus, The Age)
Bewohnerinnen und Bewohner des Abaiang-Atoll in Kiribati.

Von Fidschi nach Bonn – Wie der Klimawandel Menschen in die Migration zwingt

Vom 6. – 17. November 2017 findet in Bonn die 23. UN-Klimakonferenz (COP23) unter der Leitung des pazifischen Inselstaats Fidschi statt – einem Staat, dessen Bewohnerinnen und Bewohner bereits heute stark von den Folgen des Klimawandels und Migrationsprozessen betroffen sind.

Meeresspiegelanstieg, Wüstenbildung, Dürren, Eisschmelze – auf der ganzen Welt beeinflussen die Auswirkungen des Klimawandels bereits heute massiv die Lebenswirklichkeiten von Menschen, zerstören ihre natürlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen. Immer häufiger sind die Auswirkungen so extrem, dass Menschen ihre angestammte Heimat aufgrund des Klimawandels vorübergehend oder dauerhaft verlassen müssen. Es gibt nicht mehr genügend Nahrung und Trinkwasser zum Leben, Häuser werden überflutet, jahrhundertealtes Wissen zum Überleben auch in unwirtlichen Gegenden wird angesichts der Klimaveränderungen nutzlos.

So produziert der Klimawandel eine Vielzahl persönlicher Schicksale, die oft im Hintergrund öffentlicher Debatten über den Klimawandel stehen. Während in der globalen Klimapolitik mit der Verabschiedung des Klimaabkommens von Paris Fortschritte erzielt worden sind, spielt das Thema der Vertreibung von Menschen  durch den Klimawandel in den Verhandlungen eine untergeordnete Rolle. Weiterhin gibt es auf internationaler Ebene keine Schutzrechte für die Menschen, die in besonderer Weise von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.

Wie erleben Betroffene die Gefahr einer Vertreibung durch den Klimawandel? Welche Unterstützung benötigen sie? Was für Sorgen haben junge Menschen auch in Deutschland vor einer Zukunft mit den Folgen des Klimawandels? Und wie bewerten sie die Klimaverhandlungen in Bonn?

Um über diese und weitere Fragen mit Ihnen zu diskutieren, laden die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V., die Deutsche KlimaStiftung und die Klima-Allianz Deutschland zu einer Podiumsdiskussion am 16. November 2017 um 17:30 in Berlin ein. Im Rahmen der Veranstaltung wird die Wanderausstellung KLIMAFLUCHT zum ersten Mal in Berlin präsentiert.

Programm

17:30     Begrüßung: Dr. Lisa Heemann, Generalsekretärin der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

17:35     Vorstellung der Wanderausstellung KLIMAFLUCHT: Arne Dunker, Vorstand der Deutschen KlimaStiftung

17:40     Climate Change and Climate Migration: A Reality for the Pacific Islands Countries? (englisch): Vasiti Tebamare, Pacific Calling Partnership Delegate (Kiribati)

18:00     Podiumsdiskussion mit Vorstellung des zivilgesellschaftlichen Positionspapiers „Migration, Vertreibung und Flucht infolge des Klimawandels | Moderation: Sarah Kumpf, Radio Bremen

  • Maria Tiimon, Pacific Outreach Officer, Pacific Calling Partnership
  • Malte Hentschke, Referent, Klima-Allianz Deutschland
  • Ilse Hahn, Referatsleiterin für Grundsatzfragen Flucht und Migration, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Dr. Jacob Schewe, Klimaphysiker, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
  • Katharina Buch, Jugenddelegierte zur UN-Generalversammlung 2016, ehemalige Sprecherin Naturschutzjugend im NABU

19:30    Empfang & Gelegenheit zum Austausch

 

Hier können Sie die Einladung für die Veranstaltung im PDF-Format herunterladen. Mit Ausnahme des englischsprachigen Input-Vortrags von Vasiti Tebamare und der Beiträge von Maria Tiimon bei der Podiumsdiskussion findet die Veranstaltung auf Deutsch statt. Es wird eine Flüsterübersetzung vom Deutschen ins Englische angeboten.

 

Anmeldung:
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Bitte melden Sie sich hier für die Veranstaltung an.

Veranstalter

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)
Deutsche Klimastiftung
Klima-Allianz

Veranstaltungsadresse

Vertretung der Freien Hansestadt Bremen beim Bund
Hiroshimastraße 24
10785 Berlin