© UN Photo/Beatrice Mategwa

Humanitäre Katastrophe im Südsudan: Scheitert der jüngste Staat der Erde?

Nachdem 2013 im Südsudan ein blutiger Konflikt zwischen Präsident Salva Kiir und seinem damaligen Stellvertreter Riek Machar aufflammte, schien der junge Staat bereits kurz vor dem Zerfall. Heute, fünf Jahre nach Erreichen der Unabhängigkeit, liefern sich die Anhänger der beiden Kontrahenten erneut erbitterte Kämpfe. Die Aussichten auf Frieden und Stabilität erscheinen eher unwahrscheinlich.

In den vergangenen Monaten haben sich die dramatischen Entwicklungen abermals zugespitzt und brachten das Land an den Rand einer humanitären Katastrophe, deren äußere Anzeichen unzureichende Nahrungsmittelversorgung, ethnisch motivierte Übergriffe und überfüllte Flüchtlingslager sind. Die UNO-Flüchtlingshilfe spricht von etwa 1,6 Millionen Menschen auf der Flucht. Vor wenigen Wochen hat nun der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen den Umfang der UN-Friedensmission UNMISS um weitere 4000 Soldaten erhöht.

Doch reichen Maßnahmen wie diese aus, um das Land zu befrieden und den humanitären Kollaps abzuwenden? Gibt es überhaupt noch Hoffnung, den aktuell jüngsten Staat der Erde vor dem Scheitern zu bewahren?

 

Zu diesem Thema lädt die DGVN zu einer Podiumsdiskussion:

 

Input: Einschätzungen zur aktuellen Situation im Südsudan

Johannes Lehne, deutscher Botschafter im Südsudan

Kommentar:

- Hannah Dönges, Ph.D. Candidate, Centre on Conflict, Development and Peacebuilding (CCDP), Genf

Moderation:

- Dr. Ekkehard Griep, stv. DGVN-Vorsitzender, Leiter der DGVN-Studienreise nach Sudan/Südsudan 2011

 

Bitte melden Sie sich hier für die Veranstaltung an.

Veranstalter

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

Veranstaltungsadresse

Konferenzraum des Deutschen Instituts für Menschenrechte
Aufgang D, Erdgeschoss
Zimmerstr. 26/27
10969 Berlin