Die Rubengera Technical Secondary School ©R. Gröschel

Ruanda 20 Jahre nach dem Völkermord - Schatten der Vergangenheit - Herausforderungen für die Zukunft

Der 100 Tage andauernde und mit äußerst brutalen Mitteln geführte Völkermord in Ruanda jährte sich in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal und ruft eine der dunkelsten Stunden in der Geschichte der Vereinten Nationen in Erinnerung. Von April bis Juli 1994 verloren 800.000 Frauen, Männer und Kinder aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit ihr Leben, ohne dass die internationale Gemeinschaft aktiv eingegriffen hätte. Seither ist auch die Rolle der Vereinten Nationen und ihrer Mitgliedsländer, besonders in Fällen schwerer Menschenrechtsverletzungen, vielfach kritisch beleuchtet worden.

Um Hintergründe und Auswirkungen des Genozids besser verstehen, aber auch um die aktuelle Situation Ruandas realistisch einschätzen zu können, hat die diesjährige DGVN-Studienreise im September 2014 nach Ruanda geführt.  Neben Gesprächen mit offiziellen ruandischen Stellen waren dabei auch die Unterstützungsbemühungen der internationalen Gemeinschaft von Interesse, in Ruanda wie in der Region. Im Mittagsgespräch geben Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studienreise ihre Eindrücke wieder und diskutieren über Perspektiven für Frieden und Entwicklung in Ruanda.
 

 Es referieren

- Dr. Ekkehard Griep, stellv. DGVN-Vorsitzender, Leiter der Studienreise

- Franziska Knur, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Öffentl. Recht, Europa- u. Völkerrecht, TU Dresden, DGVN-Landesvorstand, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

- Sarah Brockmeier, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Global Public Policy Institute, Berlin stellvertretende Vorsitzende Genocide Alert

Begrüßung: Detlef Dzembritzki, DGVN-Vorsitzender

 

Hier geht es zur Anmeldung.

Die Einladung zur Veranstaltung als pdf finden Sie hier.

Hier können Sie sich einen ersten Eindruck von der Studienreise verschaffen.

Einen Artikel zur Rolle Deutschlands während der Ereignisse 1994 find Sie hier: Brockmeier, Sarah (2014): Deutschland und der Völkermord in Ruanda, Heinrich-Böll-Stiftung.

Veranstalter

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen

Veranstaltungsadresse

Konferenzraum des Deutschen Instituts für Menschenrechte
Zimmerstr. 26/27
Aufgang D, Erdgeschoss
10969 Berlin