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Menschenrechte indigener Völker: Das Recht auf freie, vorherige und informierte Zustimmung

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Eine Studie des INFOE zu Waldschutzvorhaben im Rahmen der Klimapolitik und den Rechten indigener Völker sowie eine Kleine Anfrage von Abgeordneten von Bündnis90/Die Grünen zur Stärkung und Einhaltung von Schutzklauseln im Bereich des Waldschutzes haben gezeigt, dass trotz eines Menschenrechtsansatzes in der Entwicklungszusammenarbeit, Rechte und Partizipation indigener Völker nicht systematisch und ausreichend gewährleistet werden.

Die Weltkonferenz über indigene Völker findet am 22. und 23. September 2014 im Rahmen der UN-Generalversammlung statt. Ein zentraler Themenpunkt der Weltkonferenz sowie der 2007 verabschiedeten Erklärung der UN zu den Rechten indigener Völker ist das Recht auf freie, vorherige und informierte Zustimmung. FPIC ist Ausdruck des Rechts auf Selbstbestimmung indigener Völker und ermöglicht die Sicherung substantieller Rechte.

Ein weitergehendes Verständnis für FPIC sowie ein sensibles und konsequentes Umsetzen dieses Prinzips ist dringend notwendig in allen Bereichen der Zusammenarbeit mit indigenen Völkern. FPIC kann nicht auf das Abarbeiten einer Checkliste verkürzt werden. Es stellt kein lästiges Hindernis dar, sondern fördert den Aufbau von respektvollen partnerschaftlichen Beziehungen in der Zusammenarbeit auf der Grundlage des Menschenrechtsansatzes.

Um über den derzeitigen Stand der Menschenrechte indigener Völker zu diskutieren laden die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen und das Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie ein zu einem öffentlichen Fachgespräch am 8. Oktober 2014 in Berlin.

 

Moderation:

Dr. Theodor Rathgeber (Vorsitzender des Instituts für Interkulturelle Kompetenz und Didaktik e.V.)

 

Referenten:

Vicky Tauli-Corpuz (Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen zu den Rechten indigener Völker)

Frank Schwabe (Mitglied des Bundestages, SPD)

Tom Koenigs (Mitglied des Bundestages Bündnis90/Die Grünen

Martin Ondrejka (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)

Sabine Schielmann (Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie e.V.)

Um sich für die Veranstaltung anzumelden klicken Sie bitte hier.

Die Einladung als PDF finden Sie hier.

Veranstalter

DGVN & INFOE

Veranstaltungsadresse

Vertretung des Landes Schleswig-Holstein beim Bund
In den Ministergärten 8
10117 Berlin