UNHCR-Flüchtlingslager in Dohuk (©UNHCR/Baldwin)

Flüchtlingsdrama im Nordirak: Handlungsmöglichkeiten und -grenzen der Vereinten Nationen

Einlasszeit: h

Der Vormarsch der fundamental-islamistischen Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) im Irak und angrenzenden Regionen hält nicht nur die irakische Bevölkerung in Atem, sondern Menschen und Regierungen auf der ganzen Welt. In besonders schwerer Weise sind Christen, Jesiden und andere religiöse Minderheiten betroffen. Kirchen und Wohnhäuser werden zerstört, Hab und Gut entrissen, Morddrohungen ausgesprochen und Menschen vertrieben. Diesen Menschen bleibt nur eine Wahl: Wenn sie nicht zum Islam konvertieren, müssen sie ihre Heimat verlassen, ansonsten wartet der Tod. Bereits tausende Christen und Jesiden flüchteten und machten sich auf die Suche nach Sicherheit in den kurdischen Gebieten im Nordirak. Zwar sind die kurdischen Gebiete vergleichsweise sicher, doch die Flüchtlinge und Helfer stehen hier vor großen Herausforderungen: Die unter anderem vom Hohen Kommissar für Flüchtlinge der Vereinten Nationen (UNHCR) eingerichteten Flüchtlingslager sind völlig überfüllt, da bereits tausende von kurdischen Flüchtlingen aus Syrien aufgenommen wurden. Durch die Blockade der kurdischen Gebiete fehlt es zudem an medizinischer Versorgung und Zugang zu Wasser und Strom; Temperaturen von bis zu 45°C erschweren die Situation vor Ort enorm. Die Vereinten Nationen setzen alles daran, die Situation zu entschärfen. Vielen ist das jedoch nicht genug: Ende Juli demonstrierten christliche Bischöfe vor dem UN-Gebäude in Erbil gegen ihre Vertreibung aus Mossul und für mehr Engagement der Vereinten Nationen. Wie ist die konkrete Situation vor Ort? Was unternehmen die Vereinten Nationen durch ihre Institutionen wie den UNHCR, UNICEF oder das Welternährungsprogramm (WFP)? Gibt es eine Lösung für den anhaltenden Terror und die Vertreibung hunderter Familien? Was bedeutet die Situation für die kurdischen Gebiete im Nordirak?


Um über die Situation zu informieren und das weitere Handeln zu diskutieren laden die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen und die Neue Ruhr Zeitung alle Interessierten ganz herzlich ein. Bei einem Getränkeempfang besteht anschließend die Möglichkeit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.

 

Begrüßung:
DGVN

Moderation:
Jan Jessen, Leiter des Politikressort der Neuen Ruhr Zeitung, die im Oktober 2013 in Kooperation mit der Caritas im Ruhrbistum eine umfangreiche Hilfsaktion für die Flüchtlinge im Irak gestartet hat

Referenten:
Hans ten Feld, seit 2013 Vertreter des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) für Deutschland und Österreich

Emil Shimoun Nona, seit 2009 Erzbischof der chaldäisch-katholischen Erzeparchie Mossul, Irak

Christoph Strässer, seit 2014 Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe

 

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Veranstalter

DGVN und Neue Ruhr Zeitung

Veranstaltungsadresse

dbb forum Berlin
Friedrichstraße 169/170
10117 Berlin