Fachtagung 20 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda - Was haben wir gelernt?

Einlasszeit: h

 

Fachtagung, 23. Juni 2014

13.30 Uhr - 20.00 Uhr mit anschließendem Empfang

Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund, In den Ministergärten 6, 10117 Berlin

 

Der ca. 100 Tage andauernde Völkermord in Ruanda jährt sich 2014 zum zwanzigsten Mal – ein Ereignis, das gerade auch die Vereinten Nationen als eine der dunkelsten Stunden ihrer Existenz in Erinnerung behalten. Anlässlich des 20. Gedenkens an den Völkermord laden das Bundesland Rheinland-Pfalz, die Botschaft der Republik Ruanda, die Menschenrechtsorganisation Genocide Alert e.V. und die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) zu einer halbtägigen Tagung ein. Gemeinsam mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten wollen wir über die Geschehnisse in Ruanda 1994 und die Auswirkungen des Genozids diskutieren. Zugleich sollen der Blick nach vorne gerichtet und Entwicklungsperspektiven erörtert werden. In drei Panels möchten wir nicht nur die Ereignisse in Ruanda im Jahre 1994 in Erinnerung rufen, sondern auch zur Reflexion und Diskussion darüber anregen, was aus der damaligen Reaktion der internationalen Gemeinschaft gelernt wurde. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf den Vereinten Nationen und auf der Rolle Deutschlands während dieses Völkermords liegen. Wie reagierte Deutschland auf die atemberaubend schnelle Eskalation der Gewalt im April 1994? Wurden aus dem damaligen Versagen, einen Völkermord aufzuhalten, Lehren gezogen? Und was bedeutet dies für die Diskussion zur Schutzverantwortung heute?

Anmeldung
Wir freuen uns über eine Anmeldung über das Onlineformular.

 

Das ausführliche Einladungsschreiben mit Programm und weiteren Informationen finden Sie hier.

 

 

 

Programm:

13:30 Uhr:
Grußworte

• Margit Conrad, Staatsministerin Rheinland-Pfalz, Bevollmächtigte beim Bund und für Europa
• Christine Nkulikiyinka, Botschafterin der Republik Ruanda

13.40–15.00 Uhr
Ruanda 1994: Ursachen und Hintergründe des Völkermords

• Sarah Brockmeier, stellvertretende Vorsitzende von Genocide Alert
• Generalmajor a.D. Manfred Eisele, DGVN-Präsidium
• Prof. Dr. Peter Molt, “Vater” der Partnerschaft Rheinland-Pfalz - Ruanda
• Esther Mujawayo, Mitgründerin von AVEGA (Association des Veuves du Genocide d’Avril)
• Moderation: Frederike Bauer, Journalistin

Pause


15:30–15:40 Uhr
Filmausschnitt “Behind the Roadblock”

15.40–17.15 Uhr
Gerechtigkeit, Aussöhnung und die Lernfähigkeit der internationalen Gemeinschaft

• Dr. Richard Auernheimer, Vorsitzender des Vereins Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda
• Dr. Gerd Hankel, Völkerrechtler, Sprachwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Hamburger Institut für Sozialforschung
• Chief Justice Prof. Sam Rugege, Verfassungsgericht der Republik Ruanda
• Prof. Dr. Christoph Safferling, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales
Strafrecht und Völkerrecht an der Phillips-Universität Marburg
• Prof. Dr. hc. Wolfgang Schomburg, ehemaliger deutscher Richter am Internationalen
Strafgerichtshof für Ruanda in Arusha/Tansania, DGVN-Präsidium
• Moderation: Dagmar Dehmer, Tagesspiegel

Pause


17.45–19.15 Uhr
Ruanda, internationale Verantwortung und die Weltgemeinschaft 2014: Der Blick nach vorn

• Edelgard Bulmahn, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
• Roger Lewentz, Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz, zuständig für
die Partnerschaft mit Ruanda
• Christine Nkulikiyinka, Botschafterin der Republik Ruanda
• Dr. Robert Schütte, Vorsitzender von Genocide Alert
• N.N., Auswärtiges Amt
• Moderation: Dominic Johnson (angefragt), TAZ

Schlusswort und Tagungsmoderation: Detlef Dzembritzki, DGVN-Vorsitzender

 

Empfang auf Einladung der rheinland-pfälzischen Landesregierung