Foto: Gunnar Pier

Die UNO und Afrika: Aufgaben, Chancen, Herausforderungen

Einlasszeit: h

Begrüßung: Tassilo Schmid, Vorstandsmitglied DGVN-Landesverband Bayern

Einführungsvortrag: Christian Stock, M.A., Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg


Kommentare:

- Peter Schumann, langjähriger Mitarbeiter der Vereinten Nationen
- Stefanie Herr, Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung
-
Diakon Pierre Mbuku, Vorsitzender Afrika Kreis Aschaffenburg e.V. (AFKA)

Nicht erst seit den beiden afrikanischen UN-Generalsekretären Boutros Boutros Ghali und Kofi Annan ist Afrika ein besonderes Aufgabenfeld der Vereinten Nationen. Stand nach der Gründung der UNO die Entkolonialisierung Afrikas im Vordergrund, gibt es dort für die Vereinten Nationen des 21. Jahrhunderts andere Themen: Wasser- und Nahrungsmangel, Umsetzung der Menschenrechte, Infrastruktur, HIV/AIDS, Bildung und Umweltzerstörung sind große Herausforderungen. In einigen afrikanischen Staaten hemmen bürgerkriegsähnliche Zustände und mangelnde Staatsstrukturen jegliche Entwicklungschancen. Außer Afghanistan liegen die 20 ärmsten Länder der Welt in Afrika. Zugleich ist der Kontinent zum Hotspot der UN-Friedenssicherung geworden, mit erfolgreichen, aber auch heiklen Missionen. Liberia, Elfenbeinküste, Darfur, Somalia, Kongo, Südsudan – mit der neuen Mission in Mali (MINUSMA) ab dem 1. Juli finden dann über die Hälfte der weltweit laufenden UN-Friedensmissionen in Afrika statt. Gleichzeitig ist Afrika ein aufstrebender Kontinent mit außerordentlichen Wachstumschancen. Vielerorts hat dabei der Ressourcenreichtum das Interesse zahlreicher Unternehmen und Staaten außerhalb Afrikas geweckt und ist damit mancherorts sogar Ursache für noch mehr Ungerechtigkeit, Hass und Gewalt geworden. Wie ist es also um das Verhältnis zwischen Afrika und der UNO bestellt? Die gemeinsamen Anstrengungen der UNO und der afrikanischen Staaten bei der friedlichen Entwicklung des Kontinents möchten wir im Rahmen einer Podiumsveranstaltung diskutieren.

Christian Stock, DGVN-Autor und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird in seinem Einführungsvortrag die Rolle Afrikas in den Vereinten Nationen und die wichtigsten Herausforderungen der UNO in Afrika darlegen. Seinen Vortrag kommentieren ausgewiesene Fachleute und Praktiker: Über vor Ort erlebte Erfahrungen sprechen der Peacekeepingexperte Peter Schumann, seit 1979 in über 20 Ländern im Dienste der Vereinten Nationen im Einsatz sowie Stefanie Herr, Mitarbeiterin der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, als DGVN-Mitglied mehrfach mit DGVN-Studienreisen in Afrika (u.a. Südsudan und Marokko/Westsahara). Ein/e Vertreter/in des Afrika Kreis Aschaffenburg (AFKA) gibt zudem Einblicke in praktische Erfahrungen, u.a. aus dem Kongo. Durch den Abend führen der Politikredakteur des Main-Echos Andre Breitenbach, der mehrfach afrikanische Staaten bereiste und zuletzt mit der DGVN in Liberia recherchierte, sowie Dr. Alfredo Märker, Leiter der Liberia-Journalistenreise vom Generalsekretariat der DGVN in Berlin.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Bei einem Getränkeempfang besteht anschließend die Möglichkeit, mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen.

Wir freuen uns über eine Anmeldung via E-Mail an: veranstaltung@dgvn.de mit dem Betreff "Aschaffenburg: Die UNO und Afrika".

Veranstalter

DGVN-Bundesverband gemeinsam mit dem Landesverband Bayern und dem Main-Echo

Veranstaltungsadresse

Martinushaus, Treibgasse 26, 63739 Aschaffenburg