Foto: DGVN/Ulrich Keller

Südsudan - hat der Staatsaufbau eine Chance?

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Die Unabhängigkeitserklärung des Südsudan im Juli 2011 hat weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Mit ihr verbanden die Menschen vor Ort und in der Region die Hoffnung auf Frieden und Wohlstand.

Die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mandatierte Friedensmission UNMISS (United Nations Mission in the Republic of South Sudan) begleitet den Prozess des Staatsaufbaus von Beginn an. Ziel ist ein von Südsudanesen eigenverantwortlich gestalteter, demokratisch verfasster Rechtsstaat, der durch einen handlungsfähigen Sicherheits- und Justizsektor seine Bürger schützt und so auch zu Stabilität in der Region beiträgt.

Die vergangenen 18 Monate seit der Unabhängigkeit zeigen allerdings, dass der Weg für den Südsudan steinig und voller Herausforderungen ist. Bislang hat die die Veränderung der politischen Landkarte Afrikas alte Konflikte zwischen Nord- und Südsudan nicht gelöst. Der Aufbau eigener rechtsstaatlicher Kapazitäten einschließlich der nationalen Polizei verläuft schleppend, scheint aber nicht aussichtslos.

Klaus Dieter Tietz, ehemaliger UNMISS Police Commissioner wird über die polizeilichen Aufgaben und die Rolle der UN im Südsudan sowie über die Chancen eines Staatsaufbaus berichten. Bis Ende 2011 war Tietz Leiter der UNMISS Polizei, die im Südsudan mit knapp 900 Polizisten vor Ort vertreten ist. Im Rahmen seines Vortrags wird er vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen die aktuellen Entwicklungen skizzieren und Fragen beantworten. 

Moderiert wird die Veranstaltung von Winfried Nachtwei, DGVN-Vorstandsmitglied.

Anmeldungen sind über unser ONLINEFORMULAR möglich.

Veranstalter

DGVN

Veranstaltungsadresse

Zimmerstrasse 26/27. 10961 Berlin
Aufgang D, Erdgeschoss