Fachtagung: Deutschland und die Vereinten Nationen

Vom Feindstaat zum Musterknaben?
Deutschland und die Vereinten Nationen

aus Anlass der 40-jährigen deutschen UN-Mitgliedschaft

Am 18. September 1973 wurden beide deutsche Staaten als 133. beziehungsweise 134. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen. Es folgten 17 Jahre parallele Mitgliedschaft, die von Konkurrenz, gegenseitiger Kontrolle, Koexistenz, aber auch Kooperation geprägt waren. 1990 endete die Doppelmitgliedschaft und es begann für das vereinigte Deutschland eine Phase der außenpolitischen Emanzipation und des Hineinfindens in die gewachsene globale Verantwortung – die bis heute anhält. Was zeichnete Deutschlands UN-Mitgliedschaft über die vier Jahrzehnte hinweg aus? Wo und wie engagiert sich Deutschland heute in der Weltorganisation? Wo liegen die Stärken, wo die Defizite? Diese Fragen sollen auf der Tagung diskutiert werden und in Empfehlungen an die deutsche Politik münden.

 

Programm

Mittwoch, 18. September 2013

14 Uhr: Beginn der Fachtagung

Begrüßung durch Rüdiger König, Beauftragter für Vereinte Nationen und Menschenrechte im Auswärtigen Amt, und Detlef Dzembritzki, DGVN-Vorsitzender. Eröffnung der Tagung durch PD Dr. Norman Weiß, Universität Potsdam und Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

14.30 Uhr: Block I: Der Blick zurück: 1973 bis 2013

In drei Referaten wird die deutsche UN-Mitgliedschaft resümiert: bis 1990 aus Sicht der Bundesrepublik Deutschland von Prof. Dr. Manfred Knapp und für die Deutsche Demokratische Republik durch Ulrich Eisele. Über das wiedervereinigte Deutschland ab 1990 spricht Prof. Dr. Johannes Varwick. Ergänzt werden die Vorträge durch Kommentare von ehemaligen und amtierenden deutschen UN-Diplomaten, Zeitzeugeninterviews und abschließenden Diskussionsrunden.  

Hier finden sie die entsprechenden Veranstaltungsberichte:

"Deutschland als UN-Mitglied 1973 bis 1990" und "Deutschland als UN-Mitglied 1990 bis heute"

18.30 Uhr: KEY NOTE SPEECH: Deutschlands Rolle bei der Weiterentwicklung des Völkerrechts - Prof. Dr. Georg Nolte, Humboldt-Universität zu Berlin, mit anschließender Diskussion und Empfang.

 

Donnerstag, 19. September 2013

Block II: Der Blick nach vorn: Künftige Herausforderungen

9.30 Uhr: Panel 1: Umwelt, Entwicklung und Nachhaltigkeit

Auf diesem Panel soll zunächst eine kritische Würdigung der jüngeren deutschen UN-Politik in den Bereichen Umwelt, Entwicklung und Nachhaltigkeit aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive vorgenommen werden. Wo liegen die Stärken der deutschen Politik, wo ihre Schwächen? Diese Analyse bildet die Grundlage für eine Diskussion über Veränderungschancen, bei der auf wichtige anstehende Politikprozesse (MDGs, Klima) eingegangen wird.

Panelist/innen: Dr. Silke Weinlich (Käte Hamburger Kolleg), Dr. Steffen Bauer (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik), Jürgen Maier (Forum Umwelt und Entwicklung), Dr. Uschi Eid (Stellvertretende Vorsitzende des Beratungsausschusses des UN-Generalsekretärs zu Wasser und Sanitärer Grundversorgung)
Moderation: Dagmar Dehmer (Der Tagesspiegel)

Hier finden sie den entsprechenden Veranstaltungsbericht:

"Wenn man reformieren will, muss man dabei sein!"

11.30 Uhr: Panel 2: Menschenrechte

Auf dem Panel soll einerseits der Beitrag Deutschlands zur Praxis der Vereinten Nationen im Rahmen der originären Menschenrechtsorgane, wie dem Menschenrechtsrat und den vertragsbasierten Ausschüssen, diskutiert werden. Andererseits soll auch den Entwicklungen im UN-System seit den 1990er Jahren Rechnung getragen werden. Hierfür steht das Thema Menschenrechtsschutz durch den Sicherheitsrat. Dabei wird der Perspektive der Wissenschaft ebenso wie der Perspektive der Praxis Raum gegeben und das interdisziplinäre Gespräch gesucht.

Panelist/innen: Prof. Dr. Heiner Bielefeldt (Universität Erlangen/UN-Sonderberichterstatter über Religions- und Weltanschauungsfreiheit), Prof. Dr. Jochen von Bernstorff (Universität Tübingen), Dr. Dominik Steiger (Freie Universität Berlin)
Moderation: Andreas Zumach (die tageszeitung)

Hier finden sie den entsprechenden Veranstaltungsbericht:

"Deutschlands UN-Politik im Bereich Menschenrechte"

14 Uhr: Panel 3: Friedenssicherung

Gegenstand des Panels ist die deutsche Beteiligung am UN-Friedenssicherungssystem. Dabei soll zum einen der Wandel der deutschen Grundhaltung zu Auslandseinsätzen diskutiert werden. Anderseits geht es um eine kritische Würdigung der finanziellen und materiellen deutschen Beiträge zum UN-Peacekeeping. Zudem soll die deutsche Haltung zu Grundsatzfragen der UN-Friedenssicherung in Theorie und Praxis bewertet werden.

Panelist/innen: Thorsten Benner (Global Public Policy Institute, GPPi), Dr. Tobias Pietz (Zentrum für Internationale Friedenseinsätze), Oberstleutnant Manfred Ertl (Militärberater im Auswärtigen Amt)
Moderation: Friederike Bauer (freie Journalistin und Autorin)

Hier finden sie den entsprechenden Veranstaltungsbericht:

"Deutschlands Beitrag zu UN-Friedensmissionen"

Abschlussdiskussion

Panelist/innen: Generalmajor a.D. Manfred Eisele, Prof. Dr. Klaus Hüfner und Prof. Dr. Rita Süssmuth

Moderation: Prof. Dr. Manuel Fröhlich, Friedrich-Schiller-Universität Jena

16.30 Uhr: Ende der Tagung

 

Tagungsprogramm (pdf) (Stand 16. September 2013)

Mehr Infos: DGVN-Themenschwerpunkt 40 Jahre deutsche UN-Mitgliedschaft

 

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e. V.
Zimmerstr. 26/27, 10969 Berlin
Tel.: 030/259375-0, E-Mail: info@dgvn.de

 

 

Veranstalter

DGVN in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt

Veranstaltungsadresse

Europasaal
Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117 Berlin