Fragiler Frieden: Ein Jahr nach der Unabhängigkeit des Südsudan

Mit der Unabhängigkeit der Republik Südsudan im Juli 2011 verbanden die Menschen die Hoffnung auf Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand. Um dies zu unterstützen wandelte der UN-Sicherheitsrat die bestehende Mission zur UNMISS (United Nations Mission in the Republic of South Sudan) um, welche bis heute vor Ort tätig ist. Doch trotz der Präsenz der Friedensmission gibt es immer wieder Berichte von Übergriffen, Vergewaltigungen und Mord, auch durch die Südsudanische Armee. Der Grenzkonflikt mit dem Sudan um die Region Abyei, der fortwährende Einsatz von Kindersoldaten und die andauernde Gewalt im Bundesstaat Jonglei stellt UNMISS vor gewaltige Herausforderungen. Dabei ist fraglich, ob der Rahmen der Mission für die große Zahl an Problemen ausreichend ist und wie beim Aufbau von Rechtsstaatlichkeit und funktionieren Institutionen geholfen werden kann. 

Über die aktuelle Situation von UNMISS und die Problematik bei der Unterstützung des Landes berichtet die Leiterin der Mission Hilde F. Johnson. Die in Tansania geborene Johnson war unter anderem mehrere Jahre Entwicklungsministerin in Norwegen und stellvertretende Direktorin des UN-Kinderhilfswerks UNICEF. Zudem kann sie auf umfangreiche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Afrikanischer Union, UNDP und der WTO zurückblicken. Ihre zentrale Rolle bei den Friedensgesprächen zwischen sudanesischer Regierung und der sudanesischen Volksbefreiungsbewegung im Jahr 2005 prädestinierten sie für ihr aktuelles Amt.

Aus der Perspektive deutscher Politik werden die MdBs Marina Schuster, Sprecherin und Obfrau für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der FDP-Bundestagsfraktion, sowie Kerstin Müller, Sprecherin für Außenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in die Diskussion eingreifen. Moderiert wird die Veranstaltung durch den Sudan-Beauftragten der EKD Dr. Volker Faigle. Begrüßen werden sie Prälat Dr. Bernhard Felmberg, Evangelischer Vorsitzender der GKKE und Dr. Ekkehard Griep, stellvertretender Vorsitzender der DGVN.

Die Veranstaltung findet in englischer und deutscher Sprache statt.

Den ausführlichen Programmablauf finden Sie hier.


Bitte melden sie sich mit diesem Formular oder über veranstaltung@dgvn.de an.

Veranstalter

Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)

Veranstaltungsadresse

Haus der EKD, Domzimmer,
Charlottenstraße 53/54,
10117 Berlin