Die UN im Fokus von Politik, Medien und Forschung

Einlasszeit: h

60 Jahre DGVN, 50 Jahre Zeitschrift VEREINTE NATIONEN und die alle zwei Jahre stattfindende Tagung des DGVN-Forschungsrats zur UN-Forschung fallen im Jahr 2012 zusammen. Dies ist Anlass genug, um über den deutschen UN-Diskurs und die deutsche UN-Politik eingehender zu diskutieren. Wie werden die UN im Parlament, in den Medien und in der Forschung wahrgenommen? Welchen Beitrag können die deutschen Medien zu einem UN-politischen Diskurs leisten? Wie sehr profitiert die UN-Politik Deutschlands vom Austausch mit der Wissenschaft? Wie wirken die DGVN und die Zeitschrift VEREINTE NATIONEN auf diesen Diskurs ein?

An zwei Tagen soll über diese Fragestellungen diskutiert, Probleme angesprochen und Lösungsvorschläge gefunden werden.

 

Begrüßung: Detlef Dzembritzki (DGVN-Vorsitzender)

Keynote: Klaus Töpfer (DGVN-Präsidium, ehem. Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms)

 

Donnerstag, 28.06.2012 ab 18:00 Uhr

 

Panel 1: Afghanistan und was noch? Die UN und das Parlament

Wenn im Bundestag der Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan verlängert werden soll, finden emotionsgeladene Debatten im Plenum statt. Doch was sonst in den UN passiert und relevant für Deutschland ist, scheint regelmäßig unterzugehen. Wie effektiv ist die parlamentarische Begleitung der deutschen UN-Politik? Findet die UN-politische Diskussion im Unterausschuss Vereinte Nationen oder eher im Verteidigungsausschuss und im Plenum statt? Wie gestalten andere Parlamente ihre UN-Politik, etwa das Europa-Parlament? Wie könnte man im Bundestag noch etwas verbessern?

Panelisten: Jürgen Klimke (Mitglied Unterausschuss VN, CDU), Winfried Nachtwei (ehm. Mitglied im Verteidigungsausschuss für Bündnis 90/Die Grünen), Paul Schäfer (Mitglied im Verteidigungsausschuss, Die Linke), Heidemarie Wieczorek-Zeul (Mitglied Unterausschuss VN, SPD).

Moderation: Johannes Varwick (Mitglied DGVN-Forschungsrat, Professor für Politikwissenschaft, Universität Erlangen-Nürnberg)

 

Freitag, 29.06.2012 ab 11:00 Uhr

 

Panel 2: UN-Sicherheitsrat und was noch? Die UN und die Medien

Wenn über die UN berichtet wird, geht es meistens um den Sicherheitsrat und um gescheiterte Friedensbemühungen. Oft ist die Berichterstattung oberflächlich und pauschalisierend. Sind die deutschen Medien (Fernsehen, Hörfunk, Print, Internet) in der Lage, der Komplexität des Themas gerecht zu werden, oder können sie das vielleicht gar nicht? Welche Probleme gibt es und wie könnten sie gelöst werden?

Panelisten: je ein Vertreter der Medien: Thomas Nehls (WDR-Hörfunk), Dagmar Dehmer (Der Tagesspiegel), Markus Weidling (dapd-Presseagentur), Arnd Henze (WDR-Fernsehen).

Moderation: Anja Papenfuß (Zeitschrift VEREINTE NATIONEN)


Panel 3: R2P und was noch? Die UN als Gegenstand der Forschung

In vielen Ländern hat die Forschung einen unmittelbaren Einfluss auf die UN-Politik der Staaten. Ob dies auch in Deutschland der Fall ist, soll kritisch beleuchtet werden. Was ist seit der letzten originären UN-Forschungstagung 2006 passiert? Sind die Verbindungen zwischen Politik und Wissenschaft intensiviert worden? Haben sich feste Lehrstuhlschwerpunkte zu UN-Themen an deutschen Universitäten etabliert? Wie sieht es in anderen Ländern aus?

Panelisten: je ein/e Vertreter/in von: DGVN-Forschungsrat (Manuel Fröhlich), Forschungskreis Vereinte Nationen (Helmut Volger), UN Studies Association (Julia Harfensteller), Junges UNO-Netzwerk (JUNON), AG Forschung & Lehre (Gerrit Kurtz).

Moderation: Silke Weinlich (Mitglied DGVN-Forschungsrat, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (D.I.E.), Bonn)

Für Verpflegung zwischendurch ist an beiden Tagen gesorgt.

 

Die Anmeldung über das Onlineformular finden Sie hier.

Das aktuelle Programm finden Sie hier.

Am 30. Juni trifft sich außerdem der Forschungskreis Vereinte Nationen in Potsdam. Mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.

Veranstalter

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

Veranstaltungsadresse

Hessische Landesvertretung
In den Ministergärten 5
10117 Berlin