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Nachhaltige Entwicklung in Zeiten globalen Strukturwandels - Die Rolle der VN und UNIDO vor Rio+20

Vor dem Hintergrund eines fundamentalen Strukturwandels im Globalisierungsprozeß, wird vom 20. bis 22. Juni 2012, in Rio de Janeiro die Konferenz der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung stattfinden, welche in Anspielung auf die 1992 ebenfalls in Rio durchgeführte Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung abgekürzt auch Rio+20 genannt wird. Schwerpunkte der Konferenz werden die Themen „Green Economy“ und Armutsbekämpfung, institutionelle Rahmenbedingungen nachhaltiger Entwicklung sowie eine Reform der UN-Umwelt-Institutionen sein.

Die Organisation der Vereinten Nationen für Industrielle Entwicklung (UNIDO) ist seit über vier Jahrzehnten im Bereich der industriellen Entwicklung tätig und sieht in der Rio+20-Konferenz eine große Chance, Entwicklungsländer bei der zeitgemäßen industriellen Entwicklung zu unterstützen und entsprechende Partnerschaften und Institutionen aufzubauen. Dabei liegt der Fokus der UNIDO auf nachhaltigen Entwicklungsstrategien. Die UNIDO sieht sich auf dem Gebiet der „Green Industry“ als Vorreiter und betont ressourceneffizientes Wirtschaften sowie saubere Produktionstechnologien als wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Kritiker unterstellen hingegen, dass sich dieses sogenannte „greenwashing“ der Wirtschaft nicht deutlich genug vom konventionellen Wirtschaften abgrenzt. Konkret lautet der Vorwurf, dass wirtschaftliches Wachstum und eine Ökonomisierung der Natur keinen Beitrag zu nachhaltiger und sozial gerechter Entwicklung leisten kann.  

Wie sollte industrielle Entwicklungsförderung in Zeiten knapper Ressourcen gestaltet werden? Wie nachhaltig ist das Konzept der „Green Industry“? Was für eine Bedeutung hat die RIO+20-Konferenz für dieses Thema und welche Rolle kommt der UNIDO in diesem Kontext zu?

 

Dr. Wilfried Lütkenhorst, geb. 1953, ist Geschäftsführer der UNIDO für die Bereiche Strategische Forschung, Qualitätssicherung und Kommunikation. Er ist seit 1984 für UNIDO tätig, repräsentiert die Organisation auf höchster Ebene bei den Vereinten Nationen und hatte einen maßgeblichen Anteil an ihrem Reformprozess. Darüber hinaus hatte er im Jahr 2011 die Position des stellvertretenden Vorsitzenden der „Development Group“ der Vereinten Nationen (UNDG) inne. Die UNDG koordiniert als Sondergremium die Entwicklungsarbeit der Vereinten Nationen. Für das UNIDO-Journal “Making-It“ ist Lütkenhorst als Vorsitzender des Redaktionsausschusses tätig.

 

 

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Die Einladung als PDF finden Sie hier: Einladung Mittagsgespräch

 

40 Jahre UNIDO in den Vereinten Nationen


 

 

 

Veranstalter

DGVN

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