Was kommt nach dem Wachstum? Alternativen zum BIP-Fetischismus

„Wir müssen den BIP-Fetischismus beenden!“ fordert der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und meint damit, dass unsere einseitige Orientierung an wirtschaftlichem Wachstum und dessen Messung mit Hilfe des so genannten Bruttoinlandsprodukts (BIP) überholt ist. Das BIP kann Lebensqualität nur unzureichend messen. Der Zustand der Umwelt, das Niveau von Gesundheit und Bildung, Sicherheit, politischer Teilhabe und Zugang zu Arbeit, aber auch die Verfügbarkeit von freier Zeit – all das bestimmt unsere Lebensqualität und wird vom BIP nicht erfasst. Auch mehren sich die Anzeichen, dass das bisherige exzessive Wachstum der Industrieländer auf Kosten der Umwelt und auf Kosten der Menschen in Entwicklungsländern in die Katastrophe führt. Die Frage nach dem guten Leben stellt sich nach der Wirtschaftskrise, die viele materielle (Schein)-Werte zerstört hat, mit neuer Schärfe. Was sind die Alternativen zum Wachstumsdenken? Darüber wollen wir mit unseren Gästen diskutieren.

Auf dem Podium:

Daniela Kolbe - Mitglied des Bundestages und Vorsitzende der neu gegründeten Enquête-Kommission mit dem Titel „Wohlstand, Wachstum, Lebensqualität - Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft".

Karma Ura - Leiter des Zentrums für Bhutan Forschung in Bhutan, mitverantwortlich für die politische Neuausrichtung Bhutans auf Lebenszufriedenheit und Glück und verantwortlich für die jährliche Erhebung des sogenannten „Happiness Index.

Dr. Inge Kaul – Außerordentliche Professorin an der Hertie School of Governance und ehemalige Leiterin des „Human Development Report Office“ des UNDP. Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung des Konzeptes der menschlichen Entwicklung und des „Human Development Index“.

Tanja von Egan-Krieger – Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Greifswald mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsethik und Mitglied in der Vorbereitungsgruppe zum attac Kongress „Jenseits des Wachstums“.

Die Veranstaltung findet statt am Montag, 17. Januar 2011 um 18 Uhr im Magnus-Haus der DPG, Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin

Anfahrtsbeschreibung: http://www.dpg-physik.de/dpg/anfahrt/anfahrtberlin.html

Wir freuen uns, Sie bei unserer Podiumsdiskussion begrüßen zu dürfen. Bitte teilen Sie uns per Mail (ioanna.rimpa@welthungerhilfe.de) mit, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen.

 

Veranstalter

DGVN und Welthungerhilfe

Veranstaltungsadresse

Magnus-Haus der DPG
Am Kupfergraben 7