Sudan – wenige Wochen vor dem Referendum

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Schon in wenigen Wochen könnten die politischen Weichen für das Entstehen eines neuen Staates in Afrika gestellt werden. So ist es nicht verwunderlich, dass das am 9. Januar 2011 vorgesehene Referendum über die Unabhängigkeit Südsudans wachsende weltweite Aufmerksamkeit erfährt. Zahlreiche Herausforderungen sind damit verbunden: Sind der sudanesische Gesamtstaat und Südsudan ausreichend auf eine mögliche Unabhängigkeit des Südens vorbereitet? Wie können die Vereinten Nationen das Referendum absichern – politisch und operativ vor Ort? Mit welchen nationalen und internationalen Kooperationspartnern bedarf es der Abstimmung? Für Kontroversen sorgt auch der unverändert bestehende Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen den sudanesischen Staatspräsidenten Omar Al-Bashir.

Gleich zwei Missionen entsandten die Vereinten Nationen in das von Bürgerkriegen gezeichnete Land: Seit 2005 unterstützt die UNMIS (United Nations Mission in Sudan) die Umsetzung des Umfassenden Friedensabkommens, das den Jahrzehnte währenden Konflikt zwischen dem Norden und dem Süden Sudans beendet hatte. Mit den landesweiten Wahlen im April dieses Jahres konnte ein wichtiger Schritt des Friedensabkommens erfüllt werden. Zur Stabilisierung der Lage in der westsudanesischen Krisenregion Darfur wurde im Jahr 2007 die gegenwärtig weltweit größte UN-Friedensoperation UNAMID (African Union-United Nations Hybrid Operation in Darfur) eingesetzt.  Vor diesem Hintergrund berichtet Klaus Dieter Tietz, UNMIS Deputy Police Commissioner, aktuell über die Lage in Südsudan wenige Wochen vor dem Referendum.

Moderation: Ekkehard Griep. stellv. DGVN-Vorsitzender.

 

Während der Veranstaltung bieten wir einen Imbiss an. Um Anmeldung per Email anmeldung@dgvn.de wird gebeten.

 

Hier finden Sie die vollständige Einladung als PDF-Dokument.

Veranstalter

DGVN

Veranstaltungsadresse

Deutsches Institut für Menschenrechte
Konferenzraum (Erdgeschoss), Aufgang D
Zimmerstr. 26/27, 10969 Berlin