Vortrag und Diskussion mit Markus Löning, Beauftragter der Bundesregierung für Humanitäre Hilfe und Menschenrechte

Einlasszeit: h

 

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen wurde 2006 durch Resolution 60/251 der UN-Generalversammlung gegründet. Er löste die bis dahin tätige, umstrittene Menschenrechtskommission ab. Zu den Neuerungen zählte damals die Einführung eines Universellen Periodischen Überprüfungsverfahrens (UPR), wonach alle UN-Mitgliedstaaten regelmäßig auf die menschenrechtliche Situation in ihrem Land überprüft werden. Der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan bezeichnete die Gründung des Rates als einen „historischen Schritt“, der den Vereinten Nationen die längst überfällige Chance böte, einen Neuanfang in ihrem Einsatz für die Menschenrechte zu wagen. Inzwischen ist jedoch Ernüchterung eingekehrt. Nach wie vor bestimmen politische Forderungen und Rücksichtnahmen die Arbeit. Fünf Jahre nach Gründung des UN-Menschenrechtsrates findet nun der vorgesehene Überprüfungsprozess statt. Seit Oktober 2009 beraten die UN-Mitglieder in Genf über die Tätigkeit und Funktionsweise, das UPR-Verfahren sowie den zukünftigen Status des Menschenrechtsrats im Rahmen des Systems der Vereinten Nationen. Der Referent leitet die Deutsche Delegation beim Menschenrechtsrat und berichtet aktuell über die Menschenrechtspolitik Deutschlands in den Vereinten Nationen.

Markus Löning ist seit April 2010 Beauftragter der Bundesregierung für Humanitäre Hilfe und Menschenrechte im Auswärtigen Amt. Von 2002 bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestags und von 2004 bis 2009 Landesvorsitzender der FDP in Berlin.

 

Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Thomas Bruha, DGVN- Vorsitzender.Nach der Veranstaltung laden wir zu einem Getränkeempfang. Um Anmeldung wird unter der E-mail Adresse anmeldung@dgvn.de gebeten.Hier finden Sie die Einladung als PDF Datei.

 

Veranstalter

DGVN

Veranstaltungsadresse

Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstraße 18, 10117 Berlin