Fachtagung: Die globale Nahrungsmittel- und Agrarkrise

Einlasszeit: h

Die derzeitige Nahrungsmittelkrise, von der die armen Bevölkerungen in Entwicklungsländern hart betroffen sind, hat ihre Ursachen nicht allein  in einer  Mangelproduktion von Nahrungsmitteln. Komplexe ökonomische und demographische Veränderungen in den Ländern, aber vor allem internationale Dependenzen im Zuge fortschreitender Globalisierung spielen eine Rolle. Die weltweit gestiegene Nachfrage nach  Biotreibstoffen geht auf Kosten der Anbauflächen für Nahrungsmittel. Explodierende Energiepreise und das enorme Wachstum der Schwellenländer haben eine Kostenwelle ausgelöst, die mit einer erhöhten Nachfrage auf den Weltagrarmärkten verbunden ist. Zudem leiden die Anbauflächen der Armen in Afrika, der Karibik und Südasiens bereits unter dem Klimawandel, die Katastrophenanfälligkeit ist drastisch gestiegen. Schnelle Lösungsvorschläge sind gefragt; die Erreichung der MDG-Ziele droht in weitere Ferne zu rücken.
Wie werden die Handlungsalternativen z.B. für Regierungen in Subsahara-Afrika sich verändern, wenn Klimawandel und Nahrungsmittelkrise ihre Länder weiter destabilisieren und das Bevölkerungswachstum die Entwicklungsforschritte gefährdet? Wie kann die landwirtschaftliche Entwicklung nachhaltig gestärkt werden und welche Richtung muss sie einschlagen? Muss die Entwicklungspolitik wieder massiv mehr Nahrungsmittelhilfe leisten? Und vor allem: welche Rolle können die UN einnehmen, um die prekäre Situation zu entschärfen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Hans Herren, stellv. Vorsitzende des so genannten Weltagrarrats und Hansjörg Strohmeier, Teamleiter der neu etablierten hochrangigen Task-Force des UN-Generalsekretärs zur globalen Nahrungsmittelkrise  geben Einblick in die krisenhafte Bewegung der Weltagrarmärkte - auch vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise. Sie werden auch deutlich machen, wo und wie die Vereinten Nationen Lösungswege sehen.

Zum Abschluss findet eine Podiumsdiskussion zum Thema

Vor einer neuen Ära des weltweiten Hungers?
Neue und alte Strategien für Nahrungsmittelsicherheit

statt, zu der rennomierte Referenten aus Politik, Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaft und Zivigesellschaft angefragt sind.

Vorläufiges Programm 

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Veranstalter

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen

Veranstaltungsadresse

Hessische Landesvertretung beim Bund
In den Ministergärten 5
D-10117 Berlin