Dr. Srgjan Kerim

Eine erneuerte UNO für das 21. Jahrhundert

Die aktuellen Herausforderungen für die Menschheit - Globalisierung, Klimawandel, Terrorismus, Migration und nachhaltige Entwicklung - zwingen zu weltweiter Zusammenarbeit im multilateralen Rahmen. Die Vereinten Nationen haben daher in den letzten Jahren ihr Aufgabenspektrum massiv ausgeweitet. Trotz aller Unzulänglichkeiten und Rückschläge: Die Weltorganisation wächst in die Rolle eines internationalen Koordinators im Rahmen von Global Governance hinein. Das gilt vor allem für die Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele und die Bekämpfung des Klimawandels, wo die UNO durch die Klimarahmenkonvention zur zentralen Verhandlungsplattform avanciert sind. Um nicht zu scheitern, stehen die Vereinten Nationen vor der Aufgabe, den Multilateralismus zu revitalisieren. Der Staatenbund darf nicht bloß ein Staatenforum für Regierungen bleiben. Die Einbeziehung von Entscheidungsträgern auf allen Ebenen ist gefordert: das Engagement der Zivilgesellschaft, nichtstaatlichen Organisationen, Unternehmen, Universitäten, Medien und der Weltöffentlichkeit. Wenn es der Weltorganisation gelingt, ein offenes Netzwerk zu bilden, gewinnt sie zukünftig Relevanz. Die UNO versucht auch, den eigenen Reformprozess voranzutreiben –  durch eine bessere systemweite Kohärenz, effizienteres Management, die Reaktivierung der Generalversammlung und die Reform des Sicherheitsrats.
 

Der Mazedonier Dr. Srgjan Kerim ist seit September 2007 Präsident der 62. UNO-Generalversammlung. Zuvor war er Botschafter der Republik Mazedonien in Deutschland und bei den Vereinten Nationen sowie Außenminister seines Landes. Seit 2006 ist er Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe für Südosteuropa.

Einladung zur Veranstaltung

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Veranstalter

DGVN

Veranstaltungsadresse

Hotel Aquino Tagungszentrum
Hannoversche Straße 5b, 10113 Berlin