Diskussion zum Thema "Zukunft des Kosovo"

Einlasszeit: h

 

 

   

Das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) laden ein zu einer Diskussion zum Thema "Die Zukunft des Kosovo".

Momentan ist eine Einigung über die Zukunft des Kosovo im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nicht wahrscheinlich. Die Vereinigten Staaten haben bereits erklärt, dass sie auch nach einseitiger Ausrufung der Unabhängigkeit den Kosovo als Staat anerkennen würden. In der Europäischen Union besteht kein Konsens zur Frage, wie man sich in einem solchen Falle verhalten solle. Es wäre auch ungeklärt, auf welcher Grundlage die EU, wie im Ahtisaari-Plan vorgesehen, die UN-Verwaltung im Kosovo ablösen könnte. Sowohl bei einer Anerkennung als auch dem Versagen der Unabhängigkeit droht eine Verschärfung der Konflikte in der Region. In jedem Fall muss sich die internationale Gemeinschaft auf ein längerfristiges Engagement im Kosovo einrichten, dessen rechtliche Grundlage aber gegenwärtig unklar ist.

Programm:

Begrüßung:

Senator Jörg Dräger, Ph.D. (Cornell/U.)

Präses der Behörde für Wissenschaft und Forschung

Einführende Referate von:

Dr. Reinhard Mutz (IFSH), Staatengründung im Konflikt? Politische Dimensionen des Streites über die Zukunft des Kosovo.

Jens Narten (IFSH), Kosovo auf dem Weg in die (Un-)Abhängigkeit? Politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte und die Rolle der internationalen Gemeinschaft

Prof. Dr. Thomas Bruha (DGVN), Mit ausreichendem Mandat? Rechtliche Grundlagen der internationalen Präsenz im Kosovo heute und in Zukunft

Schriftliche Fassung der Referate im Pdf-Format verfügbar

Veranstalter

Das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und die DGVN

Veranstaltungsadresse

Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund
Jägerstraße 1-3, 10117 Berlin