Palais am Festungsgraben. Creative Commons License: A.Savin

Palais am Festungsgraben. Creative Commons License: A.Savin

Berliner Zukunftsgespräch "Weltkulturerbe als Brücke zur Völkerverständigung. Das Palais am Festungsgraben - Ein Haus für die Vereinten Nationen"

Beginn Datum
Mo, 15. Juni 2015
Einlass Uhrzeit
20:00 Uhr
Beginn Uhrzeit
20:00 Uhr
Ende
Mo, 15.06.15, 22:00 Uhr

Das Palais am Festungsgraben am Boulevard Unter den Linden ist eines der repräsentativsten Bauwerke in der historischen Mitte Berlins. Es befindet sich im Besitz des Landes Berlin. Seine prächtigen Säle und Räume werden heute kulturell (Theater im Palais) und von einer Vielzahl heterogener Mieter als Dienstleistungsbüros genutzt. Jedoch ist ein kohärentes Nutzungskonzept nicht erkennbar; Zustand und Nutzung des Hauses entsprechen nicht seinem Wert und seiner Lage.

Der zentralen Hauptstadtlage und der Nachbarschaft international bedeutender und ausstrahlender Institutionen wie den Museen von Weltrang, der Humboldt-Universität, der Staatsoper Unter den Linden und insbesondere dem künftigen Humboldtforum mit den Dahlemer Sammlungen kann in Zukunft nur eine international und am öffentlichen Interesse ausgerichtete Nutzung gerecht werden.
Das Palais am Festungsgraben sollte als ein "Haus für die Vereinten Nationen" Verbindungs- und Informationsbüros sowie als Veranstaltungszentrum von UN-Unterorganisationen und -Programmen, anderen internationalen Organisationen, Büros ihrer deutschen Sektionen sowie Organisationen der Zivilgesellschaft beherbergen, die im UN-Kontext arbeiten.
Diese Büros sollen die Arbeit ihrer Organisationen in der Öffentlichkeit vermitteln und als Dialogpartner für Staat, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zur Verfügung stehen. Sie sollen vor allem die fachlich interessierte Öffentlichkeit ansprechen und helfen, Zugang zum Apparat der UN-Organisationen und ihren bedeutenden Informationsressourcen herzustellen. Damit sollen sie das Regionale UN-Informationsbüro (UNRIC) für Westeuropa in Brüssel/Bonn und die UN-Depotbibliotheken in Berlin und Potsdam komplementieren. Auf diese Weise hätte die Berliner und deutsche Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich in weitaus besserer Weise mit dem Wirken dieser Organisationen vertraut zu machen, ohne die das Weltsystem nicht mehr funktionieren würde. Die Vereinten Nationen würden in Berlin lokalisierbar und von einer fernen Bürokratie zu einer konkreten Realität werden. Dies wäre ein großer Schritt, ihre Wertschätzung und Relevanz in Deutschland zu erhöhen.
Als Kompetenzzentrum mit Ausrichtung an der internationalen Agenda soll das "Haus für die Vereinten Nationen" ins Humboldt-Forum hineinwirken, aber auch im Dialog mit der Zivilgesellschaft ein Forum zum Nachdenken über die Zukunft der Vereinten Nationen selbst und damit des Weltsystems werden.
Die Geste von Bund und Land, den Vereinten Nationen zu ihrem 70. Geburtstag eine Präsenz in einem der repräsentativsten Gebäude der Stadt in zentraler Lage einzurichten, und das mit ihr zum Ausdruck kommende Bekenntnis zur Einbettung in internationale Strukturen könnte in New York, aber auch in den Hauptstädten der Welt nicht übersehen werden. Der außenpolitische Gewinn eines Hauses für die Vereinten Nationen in Berlin wäre für Deutschland zweifellos enorm und dauerhaft.

Programm

Podiumsdiskussion und Gespräch im Plenum

  • Tom Koenigs, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Unterausschuss Vereinte Nationen
  • Stefan Evers, MdA, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU
  • Dr. Ekkehard Griep, Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e. V.
  • Prof. Dr. Rolf Kreibich, Mitglied des Weltzukunftsrats - WFC World Future Council

Moderation: Shelly Kupferberg, rbb Kulturradio

Wir bitten wegen der beschränkten Platzzahl um Anmeldung unter sfz-fuberlin@gmx.de. Die Teilnahme ist kostenlos.

Veranstalter
Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, World Heritage Watch, Sekretariat für Zukunftsforschung und RBB Kulturradio
Veranstaltungsadresse
Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin
Ort
Berlin
Veranstaltungstyp
Podiumsdiskussion