Präventive Diplomatie im 21. Jahrhundert

Beginn Datum
Mo, 24. September 2012
Beginn Uhrzeit
12:00 Uhr

12:00 Uhr
Registrierung und Mittagsimbiss

12.30 Uhr
Begrüßung durch die Veranstalter Friedrich-Ebert-Stiftung, FriEnt und DGVN

Input
Sebastian von Einsiedel, Department of Political Affairs, UN Secretariat
Erfahrungen der Vereinten Nationen mit Präventiver Diplomatie als multi-track diplomacy – wo stehen wir heute?

Kommentare aus deutscher Perspektive
Ina Lepel
, Beauftragte für Globale Fragen, Auswärtiges Amt
Angelika Spelten,
Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt)
Moderation: Peter Schumann, Universität Konstanz

Im Anschluss Diskussion

Zusammenfassung und Ausblick
Dr. Beate Wagner, Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.
Marius Müller-Hennig
, Friedrich-Ebert-Stiftung


Der Begriff und das Konzept präventiver Diplomatie sind seit Dag Hammarskjöld eng mit den Vereinten Nationen verbunden. Nachfolgende Generalsekretäre haben immer wieder Initiativen im Bereich der präventiven Diplomatie vorangetrieben, und in der vor 20 Jahren von Boutros Boutros Ghali veröffentlichten „Agenda für den Frieden“ wurde ihr eine zentrale Stellung eingeräumt. Jüngst waren es vor allem Initiativen im Kontext des East West Institute und der türkischen Mitgliedschaft im VN Sicherheitsrat, die das Thema hoch auf der politischen Agenda verankert haben. Der von Ban Ki-moon im Jahr 2011 vorgelegte Bericht „Preventive Diplomacy – Delivering Results“ ist der jüngste Beitrag in einer konzeptionellen Debatte, die weltweit auf offene Ohren stößt.
Gleichzeitig muss man ernüchtert feststellen, dass eine ganze Reihe langjähriger Konflikte die Hoffnungen auf Erfolge präventiver Diplomatie in jüngster Zeit stark relativiert haben. Man könnte leicht zu dem Schluss kommen, dass gerade die Einhelligkeit mit der das Konzept begrüßt wird, im Umkehrschluss nur bedeuten kann, dass es jenseits eines allgemeinen „Wohlfühlpotentials“ kaum realistische Beiträge zur Konfliktbewältigung leisten kann.
Leitfragen:
- Wie viel Substanz hat die konzeptionelle Diskussion über das „Konsenskonzept“ präventive Diplomatie?
- Welches Potential steckt darin und schöpfen wir das vorhandene Potential aus?
- Wie sind die UN zurzeit im Bereich präventiver Diplomatie aufgestellt und welche konkreten Reformen/Weiterentwicklungen stehen an (Stichwort: Politische Missionen, Regionale Zentren für Präventive Diplomatie in weiteren Regionen)?
- Welche Akteure leisten Beiträge zu präventiver Diplomatie und wie geht man mit der Vielfalt an staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren um, die sich in diesem Feld engagieren?
- Was könnte und sollte Deutschland konzeptionell und operativ zusätzlich beitragen?

Die Veranstaltung findet unter Chatham House Rules statt

Anmeldung bei:
Katrien Klüver
Tel: 030-269 35 7417
e-mail: Katrien.Kluever@fes.de
               
Veranstalter
FriEnt, DGVN, Friedrich-Ebert-Stiftung
Veranstaltungsadresse
Friedrich-Ebert-Stiftung, Raum 1.03, Hiroshimastr. 28, 10785 Berlin
Ort
Berlin

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