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Juni 2010. Delegierte aus mehr als 90 Staaten einigten sich am 11. Juni 2010 im Rahmen der Konferenz des UN-Umweltprogramms UNEP in Busan/Südkorea auf die Einrichtung eines neuen wissenschaftlichen Gutachtergremiums, das die internationale Umweltpolitik im Bereich der biologischen Vielfalt beraten soll. Nach dem Vorbild des Weltklimarats IPCC soll das unabhängige internationale Gremium unter dem Namen „Intergovernmental Science Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services“ (IPBES) Analysen zur Artenvielfalt erstellen.
UNEP-Exekutivdirektor Achim Steiner bezeichnete den Schritt als „entscheidenden Durchbruch“. Eine Woche lang hatten die etwa 250 Konferenzteilnehmer über Struktur, Aufgaben und Finanzierung des IPBES debattiert − am Ende konnten die Weichen für die Grundstrukturen des neuen Gremiums gestellt werden.
Danach soll das IPBES wissenschaftliche Daten der UN-Organe und Forschungsinstitute auf den Gebieten Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen zusammentragen und koordinieren. Wissenschaftliche Informationen sollen den Regierungen anschließend in Form von globalen sowie regionalen Berichten zur Verfügung gestellt werden. Auch konkrete Handlungsempfehlungen zum Schutz der Artenvielfalt soll das IPBES erarbeiten. Die Finanzierung des Gremiums wird durch freiwillige Beiträge erfolgen.
Im September 2010 wird die UN-Generalversammlung anlässlich des „Internationalen Jahres der Artenvielfalt“ eine Entscheidung über die Finanzierungmodalitäten des IPBES und den Sitz des IPBES-Sekretariats fällen, für den sich neben Deutschland auch Brasilien, Frankreich, Dänemark, Südkorea und Kenia beworben haben.
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