Die führenden Politiker der Welt, die vom 14. bis 16. September 2005 am Amtssitz der Vereinten Nationen in New York zusammentrafen, haben eine ganze Reihe von Maßnahmen zu den großen Weltproblemen beschlossen: Entwicklung, Terrorismus, Fridenskonsolidierung, Friedenssicherung und Friedensschaffung, Schutzverantwortung, Menschenrechte, Demokratie und Herrschaft des Rechts, Managementreform, Umwelt, Internationale Gesundheit, Humanitäre Hilfe und Aktualisierung der Charta der Vereinten Nationen.
Ergebnisdokument
2005 World Summit Outcome, Final Document
siehe auch Blaue Reihe Nr. 93
Der Bericht der Hochrangigen Gruppe mit dem Titel "Einheit in der Aktion" enthält eine Reihe ehrgeiziger und doch praktischer Empfehlungen, die die Wirksamkeit und Relevanz des Systems der Vereinten Nationen maßgeblich und nachhaltig beeinflussen können. Auf dem Gebiet der Entwicklung empfiehlt der Bericht, dass es auf Landesebene eine einheitliche Präsenz der Vereinten Nationen geben soll.
Kohärenz-Bericht der Hochrangigen Gruppe
Bericht über DGVN-Tagung (Klaus Hüfner)
New York. Kofi Annans Vorschläge, wie den drängenden weltweiten Herausfordungen im Bereich Entwicklung, Sicherheit und Menschrenrechte sowie im Hinblick auf eine Reform der Vereinten Nationen begegnet werden kann. Die Empfehlungen waren Grundlage für die Entscheidungen des Weltgipfels der Regierungschefs im September 2005.
Bericht des Generalsekretärs (480KB)
16 Spitzenpolitker haben im Auftrag von UN-Generalsekretär Kofi Annan über 100 Vorschläge erarbeitet, wie die Vereinten Nationen sich den veränderten Bedingungen des 21. Jahrhunderts angemessen stellen können.
Zusammenfassung des Berichts
Bericht im Wortlaut (deutsch, 111 Seiten)
in Druckform zu bestellen:
Blaue Reihe Nr. 89
Der gesamte
Forderungskatalog im PDF-Format.
Einige zivilgesellschaftliche Initiativen haben eigene Reformvorschläge entwickelt
Komitee für eine demokratische UNO (KDUN)
2003 gegründet, setzt sich das KDUN für eine Demokratisierung der Vereinten Nationen ein. Die Einrichtung einer parlamentarischen Versammlung (UNPA) bei den Vereinten Nationen hat oberste Priorität. Dies geschieht mehrheitlich durch Kampagnen und Pressearbeit. KDUN bindet zahlreiche Parlamentsmitglieder in seine Arbeit ein. Zur UNPA liegt ein Beschluss des Europaparlaments vor. Die DGVN arbeitet mit dem KDUN zusammen.
Pro UNCOPAC:
Forum Crisis Prevention
Das FORUM CRISIS PREVENTION, der Nachfolger von
Pro UNCOPAC, wurde 2005 gegründet und hat sich der zivilen Krisenprävention verschrieben. Der Vorschlag von Pro UNCOPAC zielte darauf ab, eine der Generalversammlung beigeordnete "UN Commission on Peace and Crisis Prevention (UNCOPAC)" mit der Aufgabe zu gründen, nicht-militärische Konfliktbearbeitung bei den VN zu priorisieren. Durch die Einrichtung der Kommission für Friedenskonsolidierung konnten einige Ziele erreicht werden. Das Forum versucht, mittels Pressearbeit und Veranstaltungen für weitere Ziele zu werben
Emergency Peace Service
Diese Initiative wird vom Global Action to Prevent War getragen, und hat das Ziel, die UN mit stehenden Streitkräften auszustatten. Durch Vernetzung zivilgesellschaftlicher Initiativen und Organisationen soll für den Emergeny Peace Service bei Regierungen geworben werden. Durch Konferenzen und Publikationen bietet Global Action to Prevent War eine Plattform für Emergency Peace Service.
Planetafilia
Planetafilia ist eine NRO aus Mexiko. Ihr Ziel ist eine Weltregierung, die aus den UN in Form einer Weltföderation entstehen soll. Planetafilia entwickelte dafür einen Maßnahmenkatalog sowie Eckpunkte der Verfasstheit einer solchen Weltföderation und versucht durch Vorträge und dem Aufbau von Netzwerken ihr Ziel zu erreichen
Zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen mit dem Ziel der Förderung einer Reform der UN
Global Policy Forum
Global Policy Forum Europe
Das Global Policy Forum (GPF) analysiert die Politik der Vereinten Nationen mit einem Schwerpunkt auf wirtschaftliche und soziale Fragen. GPF Europe beobachtet die deutsche und europäische UN-Politik und setzt sich dabei für eine Stärkung des Multilateralismus ein. Sie haben das Ziel, für Demokratie und mehr soziale Gerechtigkeit in einer globalisierten Welt zu wirken.
Security Council Report
Security Council Report (SCR) wurde von den Regierungen Kanadas, Norwegens, Griechenlands und Liechtensteins ins Leben gerufen und ist an der Columbia University angesiedelt. SCR arbeitet daran, das Informationsdefizit rund um die Aktivitäten des Sicherheitsrats zu reduzieren. Dies erfolgt durch die Veröffentlichung umfangreichen Materials zu den Beschlüssen im Rat. Die auf der Website zugänglichen Dokumente sollen der Zivilgesellschaft die Möglichkeit geben, gezielte Fragen an die eigenen Regierungen zu stellen und damit deren Handeln und Stimmverhalten im Sicherheitsrat kritisch zu hinterfragen
Independent Diplomat
Independent Diplomats (ID) Ziel ist es, Konflikte zu lösen, indem marginalisierten Akteursgruppen ermöglicht wird, sich in den diplomatischen Prozess einzubringen.Erste Klienten waren zum Beispiel die Regierung Westsaharas oder des Kosovo. ID bietet unabhängig Rat und Unterstützung zu diplomatischen Techniken und Strategien für Regierungen, Institutionen und NGOs aus dem Bereich internationaler Konflikte an. In diesem Zusammenhang ist ID auch bei der Reform der Arbeitsmethoden des Sicherheitsrats tätig.
Weltföderalisten
Die Weltföderalisten unterstützen die Einrichtung globaler demokratischer Strukturen, die den Bürgern dieser Welt rechenschaftspflichtig sein sollen. „ReformtheUN.org“ ist ein Projekt des World Federalist Movement Institute for Global Policy (WFM-IGP), welches aktuelle Dokumente und Ressourcen über die Reform der VN der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Zur Zeit beobachtet das Projekt die Reaktionen auf das Ergebnisdokument des Weltgipfels 2005