III. Sonderorganisationen

III.19 Gesamtdarstellung

Entwicklung der Haushalte und Pflichtbeiträge

In den Tabellen III.19-01 und III.19-02 werden die verabschiedeten ordentlichen Haushalte und die veranlagten Pflichtbeiträge aller Mitgliedstaaten in den Sonderorganisationen einschließlich IAEO, aber ohne die Bretton-Woods-Organisationen (Weltbank-Gruppe und IWF) sowie IFAD für den Zeitraum 1991 bis 2015 ausgewiesen. Dabei fällt eine Sonderorganisation durch erhebliche „Diskrepanzen“ auf: es handelt sich um die Weltorganisationen für geistiges Eigentum (World Intellectual Property Organisation; WIPO; vgl. III-15), deren Haupteinnahmequelle nicht die veranlagten Pflichtbeiträge der Mitgliedstaaten sind, sondern die von den privaten Nutzern der internationalen Regierungsdienste gezahlten Gebühren sowie die Verkaufserlöse aus Veröffentlichungen (vgl. auch Abbildung III.15-01).

Insgesamt hat sich das Volumen der verabschiedeten Haushalte der in Tabelle III.19-01 aufgeführten Sonderorganisationen zwischen 1991 und 2015 von 1,5 auf 4,5 Mrd. US-Dollar nominal deutlich erhöht. Das höchste Wachstum weist ohne Zweifel die WIPO auf, die 1991 einen Haushalt von etwa 48,4 Mio. US-Dollar hatte, der bis 2015 auf 340 Mio. US-Dollar anstieg. Damit weist die WIPO unter den technischen Sonderorganisationen das bei weitem höchste Haushaltsvolumen auf. Höhere Haushalsvolumen weisen 2015 unter den anderen Sonderorganisationen lediglich die WHO mit ihrem integrierten Haushalt, FAO, ILO sowie die  IAEO auf.

In Tabelle III.19-02 werden die veranlagten Pflichtbeiträge aller Mitgliedstaaten für die einzelnen Sonderorganisationen aufgeführt. Nur in wenigen Fällen (ILO, UPU, IAEO) ist eine Verdopplung der Pflichtbeiträge in laufenden Preisen festzustellen.

Im Teil IV erfolgt eine zusammenfassende Darstellung der Entwicklung  des UN-Systems in toto, d.h. auch unter Berücksichtigung die Ergebnisse, die in den Teilen 1. Vereinte Nationen und II. Ausgewählte  UN-Fonds und -Programme ermittelt und ausgewertet wurden.