II. Ausgewählte UN-Fonds und -Programme

II.15 Gesamtdarstellungen

In Tabelle II.14-01 "Geberposition der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich („Top 10“), ausgewählte UN-Fonds und -programme, 1974–2015" erfolgt eine vergleichende Darstellung der Geberposition Deutschlands in ausgewählten Spezialorganen seit 1974, dem ersten Jahr nach der Vereinigung. Dabei bedeutet ein „-“, dass sich Deutschland unter den „Top 10“ nicht befand. Dies gilt für UNDP (vgl. II.04) in den Jahren 2001, 2008, 2009 und 2014, UNICEF (vgl. II.08) zwischen 1985 und 2011 und in einigen Jahren auch für UNRWA (vgl. II.10). Deutlich wird die Priorität für den Umweltfonds des UNEP (vgl. II.05) und zumindest auch größtenteils für WFP (vgl. II.12).

Das geringe staatliche Engagement im Fall UNICEF war vor allem dadurch zu erklären, dass in der Vergangenheit das Deutsche UNICEF-Komitee mit seinen nationalen Aktivitäten erhebliche private Ressourcen für UNICEF mobilisierte (vgl. Tabellen II.08-02 und II.08-03). Die aktuelle Entwicklung zeigte erhebliche Steigerungen bei den staatlichen Beiträgen auf; 2015 befand Deutschland sogar an dritter Stelle.

Über den Zeitraum bis 2010 betrachtet, ließ sich generell ein Abwärts-Trend feststellen; dies galt für UNDP, UNFPA, UNHCR und UNRWA. Aber in den letzten vier Jahren sollte sich das finanzpolitische Verhalten deutlich ändern. Inzwischen steht Deutschland bei fünf der genannten sieben UN-Spezialorgane an dritter oder vierter Stelle, beim Umweltfonds von UNEP sogar an zweiter Stelle.

Ausnahmen bilden lediglich UNDP (vgl.II.04), wo bei den Kern-Beiträgen, die nicht zweckgebunden sind, nur ein neunter Platz eingenommen wird. Ähnlich ist die Situation vom UNFPA (vgl. II.06), wo Deutschland sich lediglich von Platz 9 auf Platz 8 verbesserte.

Insgesamt lässt sich jedoch eine erfreuliche Entwicklung, ein Aufwärts-Trend beim freiwilligen Finanz-Engagement Deutschlands  in den beiden letzten Jahren 2014 und 2015 feststellen.