II. Ausgewählte UN-Fonds und -Programme

II.13 UN-Women

Am 2. Juli 2010 hat die UN-Generalversammlung beschlossen, eine neue UN-Organisation für Geschlechtergerechtigkeit (UN Entity for Gender Equality and the Empowerment of Women – UN- Women) zu gründen. Sie hat ihre Arbeit zum 1. Januar 2011 aufgenommen.

Die Gründung von UN-Women erfolgte im Kontext der Bemühungen um eine Verbesserung der Koordinierung und Kohärenz innerhalb des UN-Systems. UN-Women ist das Ergebnis einer Zusammenführung bisher getrennter Einheiten im UN-System, die sich mit Fragen der Frauenförderung befasst haben. Es handelte sich um

  •  - die Abteilung für Frauenförderung (Division for the Advancement of Women; DAW);
  •  - den UN-Entwicklungsfonds für Frauen (UN Development Fund for Women; UNIFEM);
  •  - das Internationale Forschungs- und Ausbildungsinstitut zur Förderung der Frauen (International Research and Training Institute for the Advancement of Women; INSTRAW) und
  •  - dem Büro der Sonderberaterin des UN-Generalsekretärs für Gleichstellungsfragen und Frauenförderung  (Office of the Special Adviser on Gender Issues and Advancement of Women).

UN-Women hat folgende Aufgaben: 1) die Arbeit der zwischenstaatlichen Institutionen wie der Kommission zur Rechtsstellung der Frauen (Commission on the Status of Women; CSW) bei der Formulierung von Politik-Maßnahmen sowie globalen Standards und Normen zu unterstützen; 2) den Mitgliedstaaten bei der Umsetzung dieser Standards technisch und finanziell zu helfen und die Zusammenarbeit mit den nicht-staatlichen Organisationen zu fördern; und 3) die Arbeit des UN-Systems zur Geschlechtergleichstellung zu leiten und als Querschnittsthema zu koordinieren sowie die Fortschritte in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.

UN-Women wird von einer Exekutiv-Direktorin geleitet. Neben der Kommission zur Rechtsstellung der Frauen (CSW), zuständig für die politischen Vorgaben, existiert ein Exekutivrat (Executive Board), bestehend aus 41 Mitgliedstaaten, der zuständig ist für die operativen und koordinierenden Aufgaben.

Deutschlands freiwillige Finanzbeiträge an UN-Women haben sich in den ersten fünf Jahren höchst unterschiedlich entwickelt. Die Gesamtbeiträge betrugen im Durchschnitt 4,2 Mio. US-Dollar. 2012 überwogen die zweckgebundenen Beiträge; seitdem liegen die Kernbeiträge über den zweckgebundenen Beiträgen (vgl. Tabelle II.13-01).

Die Gesamtbeiträge sind vergleichsweise bescheiden, wenn man die Liste der „TOP 10“ heranzieht (vgl. Tabelle II.13-02). Deutschland ist nicht vertreten. Dem gegenüber sind Norwegen, Schweden, Finnland sowie Großbritannien stets unter den ersten vier Geberstaaten zu finden.

 

 

UN-WOMEN
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