UN-Emblem und UN-Flagge

Das UN-Logo zeigt eine auf den Nordpol zentrierte Weltkarte, die von zwei Olivenzweigen umrahmt wird
Das UN-Logo hat sich in den vergangenen 70 Jahren zu einem Symbol des Friedens entwickelt.

Das Emblem der Vereinten Nationen ist vor der Gründungskonferenz 1945 in San Francisco von einem Designerteam entworfen worden. Der US-Amerikaner Donal McLaughlin sollte für die Tagung eine Anstecknadel entwerfen, aus der schließlich das UN-Symbol abgeleitet wurde. Im November 1946 wurde der Entwurf von der Generalversammlung verabschiedet und ist seitdem unverändert geblieben. Die Weltkarte mit dem Nordpol als Mittelpunkt und der Umrahmung durch zwei Olivenzweige ist seitdem ein Symbol für den Frieden und die gesamte Menschheit geworden. Dargestellt werden nur die bewohnten Erdteile, die Antarktis ist nicht zu sehen. Der Nullmeridian durch Greenwich stellt die senkrechte Achse des Logos dar.

Die offizielle UN-Flagge zeigt das ursprünglich goldene Logo in Weiß auf hellblauem Grund, wie die Generalversammlung in der Resolution 167 (II) entschied. Im UN-Flaggencode wurde die Anwendung der Fahne später detailliert geregelt. So ist beispielsweise ein Gebrauch für Werbezwecke oder zum Verkauf von Merchandising untersagt. Auch UN-Flaggen-Servietten oder -Taschentücher sind verboten.

Exponierte Stellung der UN-Flagge

Wenn die UN-Flagge gemeinsam mit anderen Flaggen gehisst wird, dürfen diese das UN-Symbol in Höhe und Größe nicht übertreffen. Nachts soll die UN-Flagge nur in Ausnahmefällen wehen und in Flaggenkreise soll sie nicht eingebunden sein, sondern eine exponierte Stellung im Zentrum des Kreises erhalten.

Die Embleme und Flaggen zahlreicher UN-Organisationen und UN-Missionen sind eng an die UN-Flagge angelehnt und oftmals nur leichte Abwandlungen des Originals. Auch mehrere Nationalflaggen wie die Somalias gehen auf die UN-Flagge und deren Friedenssymbolik zurück.

Weitere Informationen zur Entstehung des UN-Logos und der UN-Flagge finden Sie im Beitrag "Im Zeichen des Friedens" von Harry D. Schurdel, der 2005 in der Zeitschrift Vereinte Nationen erschien.