Die wichtigsten Ereignisse in 70 Jahren UN

Die Vertreter des UN-Sicherheitsrats tagen in ihrem Sitzungssaal im UN-Hauptquartier in New York.
Im UN-Sicherheitsrat sind in den vergangenen 70 Jahren zahlreiche historische Entscheidungen getroffen worden.

Die Vertreter von 50 Staaten standen im Juni 1945 vor einer großen Aufgabe: Die neue Weltorganisation mit dem Namen United Nations (UN), zur deren Gründung sie in San Francisco zusammengekommen waren, sollte nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges für dauerhafte Stabilität sorgen und den Weltfrieden sichern. Seitdem haben die Vereinten Nationen in ihrer 70-jährigen Geschichte zahlreiche historische Tage erlebt und bedeutende Fortschritte erzielt. Die wichtigsten Daten sind in dieser Chronologie zusammengefasst.

 

14. August 1941: US-Präsident Franklin D. Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill legen in der gemeinsamen Erklärung Atlantik-Charta die Grundsätze ihrer künftigen internationalen Politik dar. Unter anderem fordern sie die Gründung einer Weltorganisation.

26. Juni 1945: 50 Staaten unterzeichnen in San Francisco die UN-Charta.

24. Oktober 1946: Die Charta tritt in Kraft. Die Gründung der Vereinten Nationen ist damit abgeschlossen.

10. Dezember 1948: Die UN-Generalversammlung bekennt sich in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu den „unveräußerlichen Rechten aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen“.

29. Mai 1948: Der Sicherheitsrat stattet die erste UN-Militärbeobachtermission mit einem Mandat aus. Die United Nations Truce Supervision Organization (UNTSO) ist bis heute in Israel und Palästina aktiv.

28. Juli 1951: In Genf wird die Genfer Flüchtlingskonvention verabschiedet. Sie tritt 1954 in Kraft.

5. November 1956: Die Generalversammlung beschließt die Entsendung der ersten bewaffneten UN-Friedenstruppe zur Sicherung des Waffenstillstands im Suez-Konflikt (UNEF I).

12. Juni 1968: Der Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen, der 1972 in Kraft tritt, wird von der Generalversammlung gebilligt.

18. September 1973: Die Bundesrepublik Deutschland und die DDR werden in die UN aufgenommen.

5. Dezember 1989: Die Generalversammlung nimmt die Kinderrechtskonvention an, die 1990 in Kraft tritt.

11. Dezember 1997: Im Kyoto-Protokoll zur Klimarahmenkonvention werden erstmals völkerrechtlich verbindliche Ziele für die Emission von Treibhausgasen festgelegt.

6.-8. September 2000: Beim Millenniums-Gipfel in New York verabschieden die Mitgliedstaaten die Millenniums-Erklärung, mit der sie sich verpflichtende Zielsetzungen beispielsweise im Bereich der Armutsbekämpfung bis zum Jahr 2015 auferlegen.

10. Dezember 2001: Die Vereinten Nationen und Generalsekretär Kofi Annan werden mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

1. Juli 2002: Der Internationale Strafgerichtshof nimmt seine Arbeit auf.

14.7.2011: Der Südsudan wird als neuestes Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen. Seit 1945 ist die Zahl der Mitgliedstaaten damit von 50 auf 193 gestiegen.

Das Cover der Publikation UN-Basis-Informationen 50

Eine ausführlichere Chronologie sowie eine historische Einordung verschiedener Phasen der UN-Geschichte finden Sie in den UN-Basis-Informationen 50.