WCC-3: „Vorbereitungen angelaufen, nächstes Treffen in Bonn"

Vom 3. bis 5. September fand in Genf das zweite Treffen des internationalen Organisationskomitees für die 3. Weltklimakonferenz statt. Nachfolgend dokumentieren wir einige der zentralen Ergbnisse der Veranstaltung:

Der Generalsekretär der WMO, Michel Jarraud, begrüßte circa 50 Teilnehmer aus 16 Nationen und 16 internationalen Organisationen und UN- Konventionen. Mit Dr. A.M. Noorian, erster Vizepräsident der WMO und Dr. Antonio Moura, dritter Vizepräsident der WMO, nahmen hochrangige Vertreter der WMO an der Sitzung teil. Gegenstand der Beratungen war unter anderem das vom Programme Sub-Committee (PSC)  - unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Visceck  vorbereitete Programm für die WCC-3, das in seiner Version vom Juni diesen Jahres ohne nennenswerte Änderungen vom WIOC bestätigt wurde. Für die fast fünftägige Konferenz sind unter anderem mehrere Plenarsitzungen und parallel stattfindende Arbeitsgruppensitzungen, Runde-Tisch-Diskussionen sowie ein abschließendes Ministersegment geplant. Das WIOC-2 hat beim zweiten Treffen des Organisationskomitees des weiteren die verschiedenen Zuständigkeitsbereiche, einen Zeitplan und die verantwortlichen Personen für die Organisation der Plenar- und Parallelsitzungen aus dem PSC festgelegt.

Ein Pakt zur Beteiligung von NGOs und Wirtschaftsvertretern?

Neben einer Ministererklärung wurde im High Level Sub-Committee unter dem Vorsitz des Schweizers José Romero auch die Option zur Formulierung eines Paktes diskutiert. Der Vorteil wäre, dass sie daran auch Nichtregierungsorganisationen und Vertreter der Wirtschaft beteiligen könnten. Michael Williams, GEO Sekretariat (GEOSEC), berichtete über die Ergebnisse des Sub-Committee on Linkages and Interaction (LISC), das versucht hat, die Erwartungen der Länder und internationalen Organisationen an die WCC-3 zu erfassen. Über den Stand der Beiträge zum Budget der Konferenz berichtete M. C. Power für das Resources Mobilization Sub-Committee (RMSC). Die WMO ist außerdem dabei mittels eines Schreibens an ihre Mitglieder, Experten für das Sekretariat der WCC-3 bei der WMO, das alle Unterausschüsse und auch Marketingaktivitäten unterstützen soll, zu rekrutieren. Im Hinblick auf eine Teilnahme von Regierungsvertretern ist noch nichts entschieden. Es gibt aber eine gute Chance, dass UN- Generalsekretär Ban Ki-Moon kommen wird. Der wiedergewählte Vorsitzende des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), Dr. Pachauri, hat sein Kommen bereits zugesagt.

Einrichtung eines Exekutivrats

Für die Arbeiten zwischen den Sitzungen des WIOC wurde ein Exekutivrat eingerichtet, der aus dem Vorsitzenden, den Vorsitzenden der vier Sub-Committees, einem Vertreter der WMO sowie – zur besseren geografischen Ausgeglichenheit – aus Vertretern von Indien, Brasilien und Australien besteht. Stefan Rössner vom DWD hat als Vertreter des Global Climate Observing System (GCOS) die Verantwortung zur Organisation einer parallelen Sitzung zum Thema „,Climate Observations“ übernommen und wird dabei von der Direktorin der Alliance for Earth Observations, Nancy Colleton, unterstützt.

Die Verantwortung für die Organisation der Plenarsitzung zum Thema „Mainstreaming of Climate Information for Adaptation“ hat als Vertreterin des PSC Dr. Elisabeth Lipiatou (EK) übernommen. Das WIOC will Ende des Jahres die offiziellen Einladungen für die 3. Weltklimakonferenz versenden.

Drittes Vorbereitungstreffen in Bonn

Die WCC-3 ist ein erster und wichtiger Schritt, um die in vielen Bereichen der Gesellschaft dringend benötigten Klimainformationen auf Zeitskalen von Monaten bis einigen Jahrzehnten in entsprechenden, routinemäßig verfügbaren Produkten und nutzerorientierten Dienstleistungen für Zwecke des Risikomanagements und für Anpassungsmaßnahmen verfügbar und nutzbar zu machen. Die hierzu erforderlichen Maßnahmen reichen von einer verbesserten Datenverfügbarkeit bis hin zu Verbesserungen der benötigten Klimamodelle mit den damit verbundenen Forschungen einerseits, und damit verbundenen institutionellen, strukturellen Maßnahmen – wie Capacity Building – andererseits. Organisatorisch ist davon auszugehen, dass alle WMO Regional Climate Centres (RCCs) und andere existierende regionale und nationale Kompetenzzentren in die Aktivitäten eingebunden werden.

Da auf diese Weise Aspekte der unter der Klimarahmenkonvention diskutierten Aktionen für Anpassungsmaßnahmen im Bali Action Plan und Nairobi Work Plan aufgegriffen werden, dienen die Ergebnisse der WCC-3 gleichzeitig der Erreichung der Ziele der Klimarahmenkonvention. Dieser praktische Ansatz trägt außerdem zur Erreichung der Millennium Development Goals (MDGs) bei. Deutschland hat zur dritten Sitzung des WIOC (16.-18.03.09) nach Bonn eingeladen. Dies bietet die Chance, die Konferenz national bekannter zu machen und hochrangige Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft zu werben.

Hier finden Sie die provisorische Tagesordnung der WCC-3 und die Agenda des 2. Treffens des Organisationskomitees für die WCC-3.