Lösungswege und die Rolle der UN

Wälder und Vereinte Nationen

Es gibt verschiedene UN-Organisationen, die sich für den Erhalt und den Schutz der Wälder einsetzen.

http://www.un.org/esa/forests/about.htmlDas UN-Waldforum (UNFF), das dem Wirtschafts- und Sozialrat der UN (ECOSOC) untergeordnet ist, setzt sich weltweit für nachhaltige Waldnutzung ein. Es fungiert als Koordnierungsstelle für die Durchführung des Internationalen Jahres der Wälder.

http://www,fao.org/Die Ernährungs- und Landwirtschafts- organsation der UN (FAO) hat eine eigene Wälder-Abteilung, die Staaten darin unterstützen soll, Wälder nachhaltig zu nutzen und zu bewirtschaften. Sie führt den Vorsitz der Waldpartnerschaft.

http://whc.unesco.org/en/forestsDie UNESCO hat zahlreiche Wälder zu Weltkulturerbestätten erklärt. Hier finden Sie eine Liste der geschützten Welterbe-Wälder.

Das UN-Umweltprogramm (UNEP) bezieht sich in mehreren Programmen auf den Waldschutz, z.B. sein World Conservation Monitoring Center.

http://www.undp.org/Auch das UN-Entwicklungsprogramm setzt sich für den Erhalt von Wäldern in Zusammenhang mit menschlicher Entwicklung ein, z.B. in Tansania.


Natur ist mehrere Billionen Dollar wert

UN-Umweltchef fordert Einbeziehung in wirtschaftliche Gesamtrechnung

Um die Umwelt zu schützen, muss ihr Wert im Wirtschaftsprozess berücksichtigt werden. Achim Steiner, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), berichtet wie das UNEP, REDD+ und das Internationale Jahr der Wälder dabei helfen.

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Deutscher Wald: Wälder für Menschen oder Menschen für Wälder?

László Maráz (Koordinator der Plattform nachhaltige Biomasse und Koordinator der AG Wald im Forum Umwelt und Entwicklung) über internationale und deutsche Waldpolitik

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Internationale Waldschutzverträge und Waldschutzinstitutionen

Seit über 15 Jahren ist Waldschutz ein prioritäres Thema der internationalen Politik, insbesondere der UN. Auf der Umwelt- und Entwicklungskonferenz 1992 in Rio wurden die nicht rechtliche bindenden „Waldprinzipien“ und die Agenda 21 verabschiedet, deren 11. Kapitel sich dem Waldschutz widmet.

Um die internationale Waldpolitik zu koordinieren, wurden internationale Foren eingerichtet: das Intergovernmental Panel on Forests (IPF) von 1995 bis 1997 und das Intergovernmental Forum on Forests (IFF) von 1997 bis 2000. Außerdem wurde 1995 eine informelle Task Force (Interagency Task Force on Forests, ITFF) eingerichtet, um die Kommunikation mit anderen internationalen Organisationen zu verbessern. IPF und IFF machten in ihren Abschlussreports eine Reihe von wichtigen Vorschlägen zur Waldpolitik, die IPF/IFF Proposals for Action.

Im Jahr 2000 wurde vom Wirtschafts- und Sozialrat der UN (ECOSOC) das Waldforum der Vereinten Nationen (United Nations Forum on Forests, UNFF), gegründet. Bis zum Jahr 2007 hat das UNFF sieben Berichte verfasst, deren Vorschläge Eingang unter anderem Eingang in die Resolution 62/98 der UN Generalversammlung zur nicht rechtsverbindliche Absprache über alle Arten von Wäldern geführt haben.

Erst im Dezember 2010 wurde auf der Klimaschutzkonferenz in Cancún das Waldschutzabkommen REDD beschlossen, durch das vor allem die Kostenverteilung des Waldschutzes geregelt werden soll.

Das Internationale Jahr der Wälder 2011, das die UN-Generalversammlung in ihrer Resolution 61/193 beschloss, ist der jüngste Schritt der UN für den internationalen Waldschutz.

 

Infobox

190 Millionen Tonnen CO2 verhindern - Ein Beispiel aus Brasilien

Um REDD-Hilfszahlungen zu bekommen, müssen die Menschen im brasilianischen Amazonas bis zu zwei Tage per Boot durch den Urwald reisen. Dawid Danielo Bartelt berichtet über die Probleme und Chancen eines REDD-Projekts im Amazonas.

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REDD+ on the ground

Effektiver Waldschutz nur unter Beteiligung indigener Menschen möglich

23.12.2011 - Bei der Umsetzung des Waldschutzprogramms REDD+ („Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation“, deutsch: „Verringerung von Emissionen durch Abholzung“) vor Ort gibt es Probleme: Für die Messung der CO2 Einspaarung durch Schutzprogramme ist aufwendig und indigene Waldbewohner haben keine ausreichenden Mitspracherechte und sind vom REDD+ Prozess entfremdet. Damit REDD+ effektiv funktionieren kann, müssen das Wissen, die Praktiken und die Interessen von indigenen Menschen wirklich berücksichtigt werden.

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Streit: Ist mehr Waldschutz in Deutschland nötig?

Frühlingserwachen im nördlichen Steigerwald (Böhlgrund). Foto: László Maráz

In einem offenen Brief kritisiert das Forum Umwelt und Entwicklung (FUE) den Deutschen Forstwirtschaftsrat (DF).

Das FUE wirft dem DF vor, sich gegen die Einrichtung von Waldschutzgebieten und anderen Waldschutzschutzmaßnahmen in Deutschland zu wehren und dabei zu argumentieren, dass durch die Einrichtung von solchen Gebieten in Deutschland außerhalb Deutschlands mehr Regenwaldzerstörung und Tropenholzabbau stattfinden müsste. Diese Argumentation weist das FUE als falsch zurück und hält dagegen, dass nur eine stark gesenkter Holzverbrauch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sicherstellen könne. Regenwaldschutz und Waldschutz in Deutschland dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern Waldschutz müsse weltweit stattfinden - also auch bei uns. Und zwar sowohl durch Schutzmaßnahmen für den Wald als auch durch eine Änderung des Konsumverhaltens.

offener Brief vom FUE, 06.04.2011

Pressemitteilung vom DF, 04.02.2011

Antwort vom DF auf den offenen Brief, 13.04.2011