Zeitschrift Vereinte Nationen

VEREINTE NATIONEN Heft 1/2011


(Zu den Bezugsmöglichkeiten der Zeitschrift siehe unten)

Anja Papenfuß
Editorial |
Deutschlands nächste zwei Jahre
(S. 1)

Peter Wittig
Deutschland im UN-Sicherheitsrat.

Schwerpunkte der Arbeit für die Jahre 2011/2012
(S.3)

Deutschland ist für die Jahre 2011/2012 in den UN-Sicherheitsrat gewählt worden. Daraus ergeben sich sowohl Pflichten als auch Chancen. Zu den Pflichten gehört, bei der Lösung oder zumindest Beruhigung der aktuellen Konflikte eine konstruktive und gestaltende Rolle zu spielen – seien dies Sudan, Somalia, die Côte d'Ivoire, Iran oder Nordkorea. Chancen ergeben sich aus der Übernahme der Federführung des Afghanistan-Dossiers und der Vorsitze des Al-Qaida/Taliban-Sanktionsausschusses sowie der Arbeitsgruppe ›Kinder und bewaffnete Konflikte‹. Weitere Schwerpunkte werden die Bekämpfung der Proliferation von Massenvernichtungswaffen, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Sicherheit und die Friedenskonsolidierung sein.

 

Martin Pabst
Standpunkt | Südsudan: neuer Staat, große Herausforderungen.
Die internationale Gemeinschaft muss in Nord- und Südsudan engagiert bleiben (S. 8)

 

Jana Hertwig
Verbot von Streumunition.
Das Übereinkommen über Streumunition stärkt das humanitäre Völkerrecht (S. 9)

Am 1. August 2010 ist das Übereinkommen über Streumunition in Kraft getreten. Damit gelangte der im Februar 2007 außerhalb der Vereinten Nationen begonnene Verhandlungsprozess zu einem erfolgreichen Abschluss. Mit dem umfassenden Verbotstatbestand, dem weiten Opferbegriff und seiner sofortigen Geltung stärkt das Übereinkommen das humanitäre Völkerrecht.

 

Joachim A. Koops
Das Ende der multinationalen UN-Eingreiftruppe (SHIRBRIG).
Hintergründe, Lehren und Konsequenzen (S. 15)

Mit der endgültigen Auflösung der Multinationalen Brigade der Vereinten Nationen aus Eingreiftruppen hoher Bereitschaft (SHIRBRIG) am 30. Juni 2009 haben die Vereinten Nationen ein vielseitiges und einzigartiges Instrument der Friedenssicherung verloren. Der folgende Beitrag zeigt die Erfolge und Misserfolge der Brigade auf, beleuchtet die Hintergründe ihrer Auflösung und analysiert die Konsequenzen für die Zukunft von UN-geführten Friedenseinsätzen.

 

Fabian Beigang
Großbritannien und die Vereinten Nationen.
Weltpolitik nach ›New Labour‹ – Rückkehr zum ›ehrlichen Makler (S. 22)

Großbritannien trägt mit seiner privilegierten Stellung im UN-Sicherheitsrat einen bedeutenden Anteil der globalen Verantwortung für Sicherheit und Frieden. Das Land zeigte sich in der Vergangenheit als verlässlicher, doch nicht unkritischer Partner der Vereinten Nationen. Mit dem Ziel einer ›ethischen Außenpolitik‹ hat die Labour-Partei im Jahr 1997 einen anderen Kurs – auch in den UN – eingeschlagen und dabei sowohl neue Konzepte vorangetrieben als auch gravierende Fehler gemacht. Ob die seit Mai 2010 amtierende Koalitionsregierung aus Konservativen und Liberaldemokraten diese ›ethische Außenpolitik‹ fortsetzen oder die Außenpolitik stärker dem nationalen Interesse an Wohlstand und Sicherheit unterordnen wird, ist noch nicht abzusehen.


AUS DEM BEREICH DER VEREINTEN NATIONEN

»Wirtschaft und Entwicklung
Markus Loewe · Silke Weinlich
Millenniums-Entwicklungsziele | Plenartagung auf hoher Ebene der Generalversammlung 2010 (S. 29)

  • Gemischte Bilanz
  • Keine neuen finanziellen Zusagen

 

»Umwelt
Jürgen Maier
Übereinkommen über die biologische Vielfalt | 10. Vertragsstaatenkonferenz 2010
Cartagena-Protokoll | 5. Vertragsstaatenkonferenz 2010 (S. 32)

  • Strategischer Plan 2011–2020 und Nagoya-Protokoll über Biopiraterie verabschiedet
  • Einigung auf Finanzierungsstrategie

Jürgen Maier
Klimarahmenkonvention | 16. Vertragsstaatenkonferenz 2010
Kyoto-Protokoll | 6. Vertragsstaatenkonferenz 2010 (S. 34)

  • Beschlüsse zur Klimafinanzierung, zur Anpassung, zu Wäldern und Technologietransfer verabschiedet
  • Kein Kyoto-Nachfolgeabkommen in Sicht
  • Globaler Emissionshandel gefährdet


Buchbesprechungen (S. 36)

Jost Dülffer
Mark Mazower: No Enchanted Palace. The End of Empire and the Ideological Origins of the United Nations, Oxford: Princeton University Press 2009

Wolfgang Wagner
Nicolas Scharioth: Western Democracies in the UN. Who Gets Elected and Why – A Quantitative Examination of Elections to United Nations Councils and Committees. The United Nations and Global Change, Band 3, Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2010

Dokumente der Vereinten Nationen (S. 40)

Das UN-System auf einen Blick | Abkürzungen (S. 42)

Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen | Übersichten (S. 43)

English Abstracts (S. 47)

Impressum (S. 48)


Bezug der Zeitschrift

Bei einer Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. ist der Bezug der Zeitschrift bereits im Jahresbeitrag enthalten: Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie unter: Mitglied werden

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Ab dem 59. Jahrgang 2011 erscheint die VN im BWV · Berliner Wissenschafts-Verlag GmbH und ist dort im Jahresabonnement erhältlich. Bestellungen nehmen entgegen: Silke Pinther Tel.: +49 (0)30 84 17 70–22 | Fax: +49 (0)30 84 17 70–21 | E-Mail: pinther@bwv-verlag.de sowie der Buchhandel. Bestellformular und Formular zur Einzugsermächtigung

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