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Anja Papenfuß
Editorial | Neue Aufgaben und diverse Rückblicke (S. 1)
Robin Geiß · Anna Petrig
UN-mandatierte Piraterie-Bekämpfung im Golf von Aden.
Langfristige Lösungen müssen gefunden werden (S. 3)
Ende 2009 hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen das Mandat zur Piraterie-Bekämpfung vor Somalias Küste und auf somalischem Festland um weitere zwölf Monate verlängert. Der Sicherheitsrat hatte erstmals Anfang Juni 2008 auf die besorgniserregende Zunahme von Piratenangriffen reagiert. Trotz aller Bemühungen dauert die Seeräuberei an und verlagert sich zunehmend in den westlichen Indischen Ozean. Im Jahr 2010 wird es daher vor allem auch darum gehen, neue, langfristige Lösungsansätze zu finden und umzusetzen. Während ein internationales Piraten-Tribunal wenig realistisch zu sein scheint, könnten Piraten-Kammern in nationalen Gerichten eine solche Lösung darstellen.
Thomas Nehls
Standpunkt | Mehr Mut ist gefragt – für Deutschlands Kurs in den Vereinten Nationen (S. 9)
Lothar Rieth
Zehn Jahre Globaler Pakt der Vereinten Nationen.
Eine Zwischenbilanz mit Licht und Schatten (S. 10)
Mit der Einladung der Privatwirtschaft zur Teilnahme am Globalen Pakt (Global Compact) hat der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan das Thema gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in die internationale politische Diskussion eingeführt. Aufgrund des kontinuierlichen Zulaufs wurde der Globale Pakt jedoch ständig mit neuen organisatorischen Anforderungen konfrontiert, zudem orientiert sich bisher nur ein Teil der Unternehmen ernsthaft an den zehn Grundsätzen. In Zukunft sollte sich der Pakt daher auf seine Stärken, wie das Einführen neuer Themen besinnen, auf die Bearbeitung weniger Themen konzentrieren und die Initiative weiterstärker dezentral organisieren.
»Für Libanon war es richtig, die Vereinten Nationen ermitteln zu lassen«.
Interview mit Detlev Mehlis, dem ehemaligen Leiter der Internationalen Unabhängigen Untersuchungskommission zur Aufklärung des Mordes an Rafik al-Hariri (S. 16)
Anja Mihr
Das Internationale Jahr der Aussöhnung 2009.
Auftakt zu einem Jahrhundert der Aussöhnung? (S. 21)
Das Internationale Jahr der Aussöhnung 2009 war geprägt durch eine Reihe unkoordinierter Aktivitäten von Staaten und nichtstaatlichen Einrichtungen mit dem Schwerpunkt auf friedenserhaltenden Maßnahmen. Staaten zu mehr juristischer wie auch historischer Aufarbeitung von vergangenem Unrecht zu motivieren, ist dabei weitgehend nicht gelungen. Nicht selten wird Aussöhnung politisch instrumentalisiert. Gleichwohl markiert das Jahr erst den Anfang von Debatten und einem Aufarbeitungs- und Versöhnungstrend, der sich in den nächsten Jahrzehnten und in diesem Jahrhundert fortsetzen wird.
AUS DEM BEREICH DER VEREINTEN NATIONEN
»Politik und Sicherheit
Oliver Meier
Abrüstungskonferenz | Tagungen 2009 (S. 27)
Thomas Küchenmeister
Anti-Personen-Minen | 2. Überprüfungskonferenz der Ottawa-Konvention 2009 (S. 28)
»Sozialfragen und Menschenrechte
Norman Weiß
Beratender Ausschuss des Menschenrechtsrats | 2. und 3. Tagung 2009 (S. 29)
»Umwelt
Jürgen Maier
Klimarahmenkonvention | 15. Vertragsstaatenkonferenz 2009
Kyoto-Protokoll | 5. Vertragsstaatenkonferenz 2009 (S. 31)
Benno Pilardeaux · Steffen Bauer
Konvention gegen Desertifikation | 9. Vertragsstaatenkonferenz 2009 (S. 33)
Personalien (S. 35)
Buchbesprechungen (S. 36)
Klaus Hüfner
Dokumente der Vereinten Nationen (S. 40)
Das UN-System auf einen Blick | Abkürzungen (S. 42)
Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen | Übersichten (S. 43)
English Abstracts (S. 47)
Impressum (S. 48)