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Anja Papenfuß
Ein langsamer, aber unumkehrbarer Prozess (S. 193)
Charlotte Bunch
Frauenrechte und Geschlechterintegration in den UN. Auf dem Weg zu einer neuen UN-Gleichstellungsarchitektur (S. 195)
Die Themen Gleichberechtigung und Frauenrechte sind seit den siebziger Jahren fester Bestandteil der Arbeit der Vereinten Nationen. Dies spiegelt sich nicht nur in den vielen Weltkonferenzen, Jahren und Jahrzehnten zu Frauen wider, sondern auch in den auf Frauenbelange ausgerichteten Institutionen. Diese Institutionen sind jedoch zu schlecht ausgestattet, um Verbesserungen auf breiter Ebene erreichen zu können. Ihre Zusammenlegung zu einer einzigen Organisation mit einer stärkeren Präsenz auf Länderebene, wie es die UN-Generalversammlung im September 2009 beschlossen hat, könnte diesen Mangel beheben.
Camille Pampell Conaway · Jolynn Shoemaker
Frauen in UN-Friedensmissionen: ein Anfang ist gemacht (S. 204)
In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der Friedensmissionen um 400 Prozent gestiegen. Damit stieg auch der Druck auf die Vereinten Nationen, diese zumeist multidimensionalen Friedensoperationen schnell mit qualifiziertem Personal auszustatten. Obwohl dringend erforderlich haben es die UN bislang nicht vermocht, die besten Talente für Führungspositionen in Friedensmissionen anzuwerben, zu halten und zu fördern. Frauen sind eine bisher unerschlossene Ressource, die für die Besetzung hochrangiger Posten genutzt werden kann und sollte. Hierfür müssten jedoch bürokratische Hindernisse in den UN beseitigt, die Einstellungen bei den Mitgliedstaaten geändert sowie der Informationsausstauch mit der Zivilgesellschaft verbessert werden.
Christian Sigrist
Standpunkt | Afghanistan: Konsequenzen des Scheiterns der NATO (S. 211)
Jan Arno Heßbrügge
Frauen im Krieg, Krieg gegen Frauen. Die Vereinten Nationen und der Kampf gegen sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten (S. 212)
Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über die Bemühungen der Vereinten Nationen, sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten vorzubeugen, sie zu untersuchen und zu ahnden. Er fasst die Entwicklungen der letzten zehn bis 15 Jahre in der rechtlichen und programmatischen Arbeit der relevanten UN-Organisationen zusammen. Soll sexuelle Gewaltin Konflikten wirksam bekämpft werden, darf sie nicht als isoliertes Phänomen betrachtet werden. Vielmehr müssen die Bezüge zu anderen Formen von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen hergestellt und dies ein die Strategie zur Bekämpfung sexueller Gewalt einbezogen werden.
Heike Alefsen · Julia Raue
›Frauenrechte sind Menschenrechte‹. 30 Jahre Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau (S. 217)
Die Annahme des Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau (CEDAW) am 18. Dezember 1979 durch die UN-Generalversammlung stellte einen Meilenstein in der Geschichte der Frauenrechte dar. Der vorliegende Beitrag wirft einen Blick auf den Einfluss des Übereinkommens auf die rechtliche und tatsächliche Situation von Frauen weltweit. Nach einem kurzem historischen Überblick über die Entstehungsgeschichte werden exemplarisch neuere Entwicklungen im Bereich der Umsetzung des Übereinkommens auf nationaler Ebene und bei der Überprüfung durch das Vertragsorgan auf internationaler Ebene beleuchtet.
AUS DEM BEREICH DER VEREINTEN NATIONEN
»Allgemeines
Henrike Paepcke
Generalsekretär | Bericht für die 64. Generalversammlung (S. 223)
»Sozialfragen und Menschenrechte
Stefanie Lux
Frauenrechtsausschuss | 40. bis 42. Tagung 2008 (S. 224)
»Verwaltung und Haushalt
Julian Pfäfflin · Jörg Stosberg
5. Hauptausschuss der Generalversammlung | 63. Tagung 2008/2009 | Friedenssicherungshaushalt (S. 226)
»Rechtsfragen
Christian J. Tams
IGH | Tätigkeit 2007/2008 (S. 228)
Nina Hüfken
Völkerrechtskommission | 60. Tagung 2008 (S. 232)
Personalien (S. 234)
Buchbesprechungen (S. 235)
Wolfgang Schomburg
Carla Del Ponte (mit Chuck Sudetic): Im Namen der Anklage. Meine Jagd auf Kriegsverbrecher und die Suche nach Gerechtigkeit
Dokumente der Vereinten Nationen (S. 237)
English Abstracts (S. 239)
Impressum (S. 240)