
(Zu den Bezugsmöglichkeiten der Zeitschrift siehe unten)
Anja Papenfuß
Unter ›Gleichgewichtigen‹ (S. 1)
Richard Gowan
Deutschland im UN-Sicherheitsrat: Weder zu stark noch zu schwach (S. 3–7)
Bewertungen von Deutschlands Amtszeit im UN-Sicherheitsrat 2011 und 2012 kreisen zumeist um seine umstrittene Libyen-Enthaltung. Doch jenseits dieser Entscheidung blieb Deutschland ein verlässliches Mitglied im westlichen Block. Es zwang den Rat dazu, sich mit neuen Bedrohungen und Menschenrechtsfragen zu beschäftigen. In Bezug auf die Syrien-Krise führte dies zu Differenzen mit einigen nichtwestlichen Staaten. Während ein ständiger Sitz für Deutschland nicht näher gerückt ist, kann es auf eine quasi ›semi-permanente‹ Mitgliedschaft durch regelmäßige Wiederwahl hoffen.
Drei Fragen an Tom Koenigs (S. 8)
Claudia Zilla
Brasiliens zehnte Amtszeit. Seinem Streben nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat fehlt die Unterstützung (S. 9–14)
Brasilien ist das am häufigsten gewählte nichtständige Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Es strebt einen ständigen Sitz an – ein Anspruch, der in seinem außenpolitischen Selbstverständnis begründet ist. Im letzten Jahrzehnt engagierte sich Brasilien vermehrt in globalen Sicherheitsdebatten und in UN-Operationen. Doch weder in der eigenen Region noch in den Allianzen mit anderen Mächten bekommt Brasilien die nötige Unterstützung für seine Ambitionen.
Christian Wagner
Indien im UN-Sicherheitsrat. Engagiertes Mitglied mit starken nationalen Interessen (S. 15–18)
Indien ist in seiner Zeit als nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats seinen außenpolitischen Prämissen weitgehend treu geblieben und betonte die Prinzipien der nationalen Souveränität und der Nichteinmischung. Im Bemühen um einen ständigen Sitz hat Indien 2011/2012 kaum Fortschritte erzielt. Neue Staatengruppen wie BRICS oder IBSA, zu denen auch Indien zählt, konnten sich nicht als neuer Machtfaktor in den UN etablieren.
Sanusha Naidu · Lesley Connolly
Südafrikas zweite Amtszeit. Unterschiedliche Identitäten erschweren eine kohärente UN-Politik (S. 19–23)
Südafrika hat seine zweite Amtszeit im UN-Sicherheitsrat nur teilweise genutzt, um Fehler aus der ersten Amtszeit wieder gut zu machen und eine afrikanische Agenda voranzubringen. Seine Priorität der wirtschaftsbezogenen Diplomatie und seine wechselnden Haltungen zu den Krisen in Côte d'Ivoire und Libyen haben keine kohärente UN-Politik erkennen lassen. Um seine Chancen auf einen ständigen Sitz zu erhöhen, muss das Land um mehr Unterstützung innerhalb Afrikas und bei den ständigen Mitgliedern werben.
»Wir müssen schnell entwaffnen«
Interview mit Alassane Ouattara, dem Präsidenten der Côte d’Ivoire (S. 24)
Winrich Kühne
Zwanzig Jahre robuste Friedenseinsätze – eine Zwischenbilanz (S. 25–31)
Die große Mehrheit der UN-Friedenseinsätze besteht heute aus einer komplizierten Mischung aus militärischen, zivilen und polizeilichen Elementen. Zwar ist es durch diesen Typus gelungen, die Zahl der Konflikte, Toten, Verletzten und Vertriebenen seit den neunziger Jahren bedeutend zu senken. Dennoch ist diese Einsatzform, insbesondere was ihre robuste, militärische Seite betrifft, nach wie vor umstritten und wirft eine Reihe von schwierigen Fragen auf.
AUS DEM BEREICH DER VEREINTEN NATIONEN
»Politik und Sicherheit
Simone Wisotzki
Aktionsprogramm zu Kleinwaffen und leichten Waffen | 2. Überprüfungskonferenz 2012 (S. 32–33)
»Umwelt
Jürgen Maier
Übereinkommen über die biologische Vielfalt | 11. Vertragsstaatenkonferenz 2012
Cartagena-Protokoll | 6. Vertragsstaatenkonferenz (S. 34–35)
Jürgen Maier
Klimarahmenkonvention | 18. Vertragsstaatenkonferenz 2012
Kyoto-Protokoll | 8. Vertragsstaatenkonferenz 2012 (S. 35–36)
Buchbesprechungen (S. 37–39)
Wolfgang S. Heinz
Tanja Ghajati: Die universelle Durchsetzung der Menschenrechte. Utopie oder Realität? Düsseldorfer Schriften zu Internationaler Politik und Völkerrecht, Band 10 Baden-Baden: Nomos-Verlagsgesellschaft 2012
Horst Heitmann
Kofi Annan (gemeinsam mit Nader Mousavizadeh): Interventions. A Life in War and Peace, London: Allan Lane 2012
Dokumente der Vereinten Nationen (S. 40–41)
Das UN-System auf einen Blick | Abkürzungen (S. 42)
Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen | Übersichten (S. 43–46)
English Abstracts (S. 47)
Impressum (S. 48)
Bezug der Zeitschrift
Bei einer Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. ist der Bezug der Zeitschrift bereits im Jahresbeitrag enthalten: Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie unter: Mitglied werden
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